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auf die Beschaffung einer ähnlichen Zahl so edler und kosibarerHengste für ein Privatgestüt?
Wie wir gesehen, war bereits im Jahr 1822 das königlichwürttembergische Privatgesfüt gegründet und mit einer grossenAuswahl acht arabischer Hengste, mit orientalischen Stuten vonverschiedener Abkunft und von eigener Nachzucht reichlich ver-sehen. Ueberdem befanden sich englische Halbblut- und andereveredelte Stuten zur Producirung eines grösseren Schlages dort,und wurden dieselben in der Folge noch vermehrt. Im Laufe dernächsten sechs bis acht Jahre kamen ausser der eigenen Nach-zucht noch mehrere ausländische Pferde in das Gestüt, arabische,ein neuer Transport nubischer und eine Anzahl englischer Schim-melstuten für den Wagenschlag. Ein ausgezeichneter Schimmel-hengst orientalischer Race wurde 1828 von einem Kaufmann inConstantinopel, Namens Glocke, der ihn in der Gegend vonBagdad gekauft hatte, erworben, der Sultan Mahmud, nach-mals Emir genannt, vielleicht das grösste orientalische Pferd,welches jemals nach Europa gekommen, wesshalb Viele bezwei-felten, dass es von acht arabischer Race gewesen sei. Dieserherrliche Glanzschimmel von starkem Knochenbau und dem schön-sten Ebenmass in allen seinen Theilen mass 5 Fuss 7 Zoll, eineGrösse, die bis dahin noch bei keinem arabischen Pferde vor-gekommen war. Der berühmte Turkmainatti, der ausgezeich-netste Beschäler in den preussischen Gestüten, das grösste bisdahin bekannte arabische Pferd, mass drei Zoll weniger, unddesshalb nahmen sehr Viele an, der Sultan Mahmud könnekein acht arabisches Pferd sein. Verschiedene Hypothesen wurdenvon verschiedenen Hippologen angestellt; nach der einen mussteder Mahmud (später Emir genannt) der Nachkomme eines ara-bischen Hengstes und einer turkomannischen, nach einer anderen