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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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171
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bergischen Landstuten viele tüchtige und brauchbare Cavallerie-und leichte Arbeitspferde gefallen sein. Diese Race wurde alsunzweckmässig und zu wenig edel abgeschafft, zugleich mehrereandere, die aus dem Orient oder aus europäischen Gestüten an-geschafft waren. In Zukunft beschränkte man sich nach demWillen des Königs auf die rein arabische Zucht, die am meistenbevorzugte, edelste und werthvollste, auf die arabisch-persischeund auf die englische Halbblutzucht, d. h. englische Halbblutstutenmit arabischen Hengsten *) gekreuzt. Wir werden sehen, welcheVeränderungen später in diesen Züchtungsgrundsätzen eintraten;von 1828 an wurden die aufgeführten ausschliesslich eine Reihevon Jahren hindurch befolgt.

Obwohl nun das Gestüt durch Ankauf und Nachzucht bedeu-tend vermehrt und bereits auf die Zahl gebracht war, die es denursprünglichen Bestimmungen und der ganzen Einrichtung zufolgenicht überschreiten sollte, so wurden dennoch immer noch, wennauch nicht in so grosser Anzahl wie früher, edle Pferde arabi-scher Race, die von jetzt an vorzugsweise gezüchtet ward, undgrosse ausgesuchte Stuten für den Wagenschlag erworben. Wassich zur Zucht nicht vollkommen eignete, sei es eine orientalischeStute, und wenn sie von der grössten Schönheit und Reinheit,sei es eine englische Halbblut- oder Trakehner oder eine andereStute, sei es endlich ein Beschäler vom höchsten Preise und an-scheinend von grösster Tüchtigkeit, so wurden solche Thieresofort ausgemerzt und nur solche beibehalten, die sich durchaus

*) Es ist bereits erwähnt, dass für den Wagenschlag ausser den ara-bischen Hengsteil in der Folge auch englische Halbblut- und Trakehner-hengste aufgestellt wurden. Jedenfalls geschah diess nur, um neue Zuchtstutenzu produciren, da zum Gebrauch die arabisch-englische Mischrace nichts zuwünschen übrig liess.