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bewährten. Bei der immer sich vermehrenden und mehr undmehr sich veredelnden Nachzucht stand von nun an eine grössereAuswahl zu Gebote, die Nachkommen übertrafen sogar die Elternan Grösse, Stärke und Knochenreinheit, und hatten sich bereitsan das Clima gewöhnt. Es hätte demnach von jetzt an eine reineInzucht statlfmden können, da die Elemente dazu vollständig vor-handen waren. Der erlauchte Besitzer des Gestüts begnügte sichjedoch damit nicht, er wollte den vorhandenen Stamm von Zeitzu Zeit mit neuem edeln Blute auffrischen und sparte zu demZwecke keine Kosten. Wo nur ein ausgezeichnetes arabischesPferd entdeckt ward, gingen Abgeordnete, welche die nölhigenKenntnisse und das Vertrauen ihres Monarchen besassen, hin, umdas gerühmte Thier in Augenschein zu nehmen, zu prüfen, und,wenn sie es für tüchtig befunden, um jeden Preis an sich zubringen. Dasselbe fand statt, wenn ein Transport Pferde ausdem Orient nach Europa kam; durfte man annehmen, dass sichedle, acht arabische Thiere unter demselben befanden, so erschiensicherlich ein Käufer aus Württemberg, der mit höchster Voll-macht versehen war. Auf diese Art kam manche neue Acquisitionnach dem würltembergischen Privatgestüte, manche trefflich,andere minder gut; jene wurden beibehalten und benutzt, diesesofort ausrangirt. Damit noch nicht zufrieden, sendete der Königzu wiederholten Malen selbst Bevollmächtigte nach dem Orient,um dort das Beste und Edelste, was sie an Pferden finden möch-ten , aufzukaufen. Denn auf die Lieferungen der Zwischenhändler,auf deren Versicherungen und Certificate einer reinen, edelnAbstammung durfte man sich nicht immer verlassen; wenn aberzuverlässige eigene Leute abgeschickt wurden, fiel jene Befürch-tung weg. Im Jahr 1836 wurde mit einem solchen Aufträge derdamalige würltembergische Veterinär, dermalen Regiments-Thier-