zwecken das orientalische Pferd fiiglich züchten und benutzen unddurch dasselbe unsere Landesschläge veredeln könne. Geradedie vielfältigen und kostspieligen Versuche, die auf dem württem-bergischen Gestüte mit verschiedenen orientalischen Racen, derenReinzucht und Kreuzung angestellt sind, die Menge der edelstenHengste, die grosse Zahl der Stuten aus verschiedenen Ländern desOrients, die unter grossen Opfern erworben wurden, sind im höchstenGrade dankenswerth und für den Pferdezüchter lehrreich undwichtig: man ist dadurch endlich zu dem Resultate gekommen,dass man nur unbestritten reines und achtes arabischesBlut, womöglich aus den edelsten Geschlechtern, wenn solchesauf irgend eine Weise zu erlangen ist, forlzüchten und zur Ver-edlung anderer Pferdestämme amvenden soll. Sonach sehen wiraus dem nach langen Jahren, vielen Versuchen und grossen Opfernauf dem wiirttembergischen Privatgestüle angenommenen Systeme,fortan nur acht arabisches Blut zu züchten und zur Veredlunganderer Racen zu benützen, dass eben das arabische Blut als dasbeste und edelste erkannt ist und sich als solches bewährt hat,dass dasselbe in unserem Clima gedeihet, d'ass es auch bei einerPaarung starker und edler arabischer Hengste mit ausgesuchtenLandes- oder halb veredelten Stuten eine grosse, starke Nachkom-menschaft producirt und sonach das mit Unrecht in Misscredil ge-brachte arabische Pferd, wenn man es acht, rein und edel erlan-gen kann, immer noch der Typus der edelsten, kräftigsten undzu den meisten Gebrauchszwecken vorzüglichsten Pferderaccn sei.
Zu leugnen ist allerdings nicht, dass die Errichtung einesrein arabischen Gestüts, eines Stammgeslüls für arabische Rein-zucht, auf dem man später die Inzucht betreiben und auf die Ver-edlung der Landesschläge einwirken kann, mit grossen Kosten,Opfern und Mühen verbunden ist und erst nach längerer Zeit,