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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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nachdem der Besland aus der Nachzucht gesichert ist, Früchtetragen kann. Ein Privatmann wird desshalb nur in seltenen Fäl-len und bei bedeutenden Mitteln, mit denen sich entweder einegrosse Vorliebe für das orientalische Pferd, oder die lobcnswcrtheAbsicht zum allgemeinen Besten der Pferdezucht beitragen zuwollen, verbinden muss, ein Gestüt arabischer Reinzucht anlegen.Es ist diess ein schweres, kostspieliges Unternehmen, was sich beider häufigen Abneigung gegen das kleine, aber edle, kräftigeund tüchtige arabische Pferd kaum in pecuniärcr Hinsicht lohnenmöchte. Fürsten und Regierungen, die so Vieles [ins Werk setzenund erhallen müssen, von dem sie keinen anderen Nutzen ziehen,als das allgemeine Beste befördert zu haben, sollten dagegen nichtblos den Versuch wagen, die Pferdezucht, einen so wichtigenTheil der Nationalökonomie, ein Mittel zur Beförderung des Acker-baues und des Nationalwohlstandes, durch edle Racen zu verbes-sern, sondern mit Consequenz und ohne die anfänglichen Kostenzu scheuen, darin fortfahren und der Dank und die Anerken-nung späterer Generationen werden sie für frühere Anstrengungenund manchen fehlgeschlagenen Versuch reichlich belohnen.

Die Summen, welche Se. Majestät der König von Württem-berg in so geraumer Zeit (von 1810 im kleineren, von 1817 bisjetzt im grössten Maasstabe) auf sein Privatgestüt verwendet hat,sind mir eincslheils nicht genau bekannt, andernthcils würde ichmich nicht für befugt halten, über diesen Punct, der eine reinePrivatangelegenheit betrifft, öffentlich zu sprechen. Es war eineLiebhaberei des sonst durchaus nicht verschwenderischen Mo-narchen, eine Liebhaberei, die dem Lande zu gute kommt, vieleMenschen beschäftigt und Niemandem Eintrag thut. Wie andereMonarchen an anderen Instituten, an Bauten, Kunstanstalten, am

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