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Militär, Theater, am Reisen, an Festen und splendiden Gastmäldernund an so vielem Anderen ihre Freude haben und ihre Zerstreuungdarin suchen ■— Liebhabereien und Vergnügungen, die in derRegel viel kosten, und gerade nicht allzugrossen Nutzen bringen,so beschäftigte sich der König von Württemberg, der Kunst undWissenschaft keineswegs gering schätzt, mit der Verbesserungund Verallgemeinerung der Landwirtschaft, des Ackerbaues undder Gewerbe, mit besonderer Zuneigung aber mit der Veredlungder Hauslhierzucht, unter welcher die Pferdezucht eine der ober-sten Stellen einnimmt. Es musste daher bei dieser Vorliebe, beiden reichsten Mitteln, bei der hohen Stellung und dem damitverbundenen Einfluss und der höchsten Macht dem Regenten vonWürttemberg gelingen, was vielen andern Fürsten und den reich-sten Privaten sehr schwer oder unmöglich gefallen wäre; cs kambei ihm weder auf den Betrag der erforderlichen Geldmittel, nochauf den aus der Anstalt zu ziehenden Gewinn an. Was ausge-zeichnet, edel und berühmt war, wurde angekauft, die ganzeEinrichtung des Gestüts neben grösster Zweckmässigkeit freund-lich und splendid hergestellt. Die Tliicre, welche sich in derNachzucht nicht bewährten, und wären es die theuersten gewesen,wurden abgeschafft, der Stamm einer ganzen Race, dessen An-schaffung so viel Mühe und Kosten verursacht hatte, ausgeschieden,wenn man die erwarteten Resultate nicht erlangte, und sonachAlles zur Vervollkommnung und höchsten Veredlung des Gestütsgetlian ohne den Kostcnpunct in Anschlag zu bringen. Die Preise,die für einzelne Pferde der besten Race bezahlt wurden, scheinenallerdings enorm, dabei erinnere man sich aber, was über diesenPunct früher gesagt wurde, und berechne, was eine Reise nachdem Orient, der dortige Aufenthalt, die Geschenke, Schutz- undBegleitungsgcbühren, ferner die Rückreise und der Transport der