dienlichen Principien, die neuerdings befolgt werden, eines er-freulichen Fortgangs. Die einjährigen Fohlen haben bereits eineHöhe von 14 und 15 Faust und selbst mehr, ohne dass sie dabeizu mastig und überfüttert wären. Man hofft alljährlich 15 bis20 Landbeschäler aus eigener Zucht aufstellen zu können.
Die Landbeschäler, deren Zahl sich gegenwärtig auf 156beläuft, stehen ausser der Beschälzeit in dem königl. Marstallezu Stuttgart . Ihr Aeusseres zeigt zur Genüge an, welche Sorg-falt auf sie verwendet wird. Täglich werden sie ausgeritten, sonstaber zu keiner Arbeit verwendet. Zu Ende Winters oder zu An-fang des Frühlings werden sie auf die Stationen nach den Ober-ämtern gebracht, je nach der Grösse eines Districtes, der Mengeund der Güte der Pferde in demselben, 2, 4, 6, 7 und 8 Be-schäler auf eine Station, deren es im ganzen Lande 44 — 45 gibt.Für das Beschälen zahlen die Besitzer der Stuten nichts, nur fürdie Hülfsleistungen des Dienstpersonales 1 Gulden. Die Landbeschä-ler in Württemberg , die schon von Seiten so vieler Hippologenihr Lob gefunden haben, namentlich diejenigen, welche der Königaus seinem Privatgestüte stellt, befriedigen schon jetzt alle ge-rechten Ansprüche, wofür das genügendste Zeugniss die Wahr-nehmungen abgeben, dass die württembergische Landpferdezuchtsich mehr und mehr hebt, die Remonte durchaus im eigenenLande aufgekauft wird und die württembergische Cavallerie durchihre Pferde vor vielen anderen Deutschlands sich auszeichnet, wasman bereits bei mehreren Manoeuvern beobachten konnte. Mandarf daher hoffen, dass die allgemeine Pferdezucht in Württem berg in der Folgezeit bei dem jetzt angenommenen Systeme, beider Sorgfalt, die ihr gewidmet wird, und unter der Leitung derMänner, denen sie anvertraut worden ist, sich mehr und mehrvervollkommnen, veredeln und verallgemeinern werde.