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Unter den 156 Landbeschälern befinden sich neben 14 ein-geführten englischen Halbbluthengsten viele Nachkommen desSanspareil, ausserdem viele grosse Hengste aus ungarischen Ge-stüten. In der Folge wird das englische Blut, namentlich das-jenige des kräftigen und tüchtigen Yorkshirer Schlags, vorherr-schen. Der Staat verwendet jährlich für das Landgestüt und dieLandbeschäler 70,000 Gulden, für welche Summe bis jetzt dasMögliche geschehen ist.
Ausser den Landbeschälern, welche der Staat liefert underhält, stellt der König aus seinem Privatgestüte alljährlich 16bis 18 Beschäler vom grossen Schlage, die auf den königlichenDomainen vertheilt werden. Zu diesem Zwecke sind in diesemFrühjahre mehrere Wagenzüge von Emir - und Mameluckhengsten,Braune und Rappen, abgegangen. Ueberdem ist es, wie bereitserwähnt wurde, Privaten auch erlaubt, nach eingeholter Erlaub-niss von den in Weil aufgestellten Hengsten, von denen im zehntenAbschnitt genauer gesprochen ist, ihre Stuten decken zu lassen,ohne dass sie hiefür, ausser einer geringen Vergütung für dasDienstpersonale, etwas zu entrichten hätten. Man sieht hieraus,wie aus der nämlichen Liberalität bezüglich der Landbeschäler,wie sehr es dem Könige und der Regierung von Württembergam Herzen liegt, die inländische Pferdezucht zu verbessern undzu veredeln.