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harten Gegenden unter Wasser sehte, und eine Nacht von neun Monaten und etlichen Tagenhervorbrachte, die älteste zu seyn. Nach dieser crsolgte, ungefähr 248 Jahre später, dieDeukalionische Fluch, wodurch ganz Thessalien verwüstet wurde. Auch Aegyptcn soll zurZeit des OsiriS durch eine Fluch verwüstet worden seyn, welche die Prometheische heißt. Undso haben mehrere Länder des Orients durch Fluchen gelitten.
Auch die Länder des OccidentS zählen Fluchen, wodurch ganze Länder zu Sümpfengemacht, und Tausende von Menschen umgekommen sind. Die älteste von diesen, welcheungefähr n 6 Jahre vor Christi Geburt, Jütland, Holstein, Bremen , und alle an derNord- und Ost-See gelegenen Länder, und wahrscheinlich auch Fünen, Seeland und diebenachbarten Ins ln überschwemmte, vertrieb aus diesen Gegenden die Kimbern, undzwang sie andere Wohnplätze zu suchen.
Im Jahre 1164 war in Friesland eine so beträchtliche Fluth, daß alle Seeküstenmit mehreren Tausend Menschen weggeschwemmt wurden — 1218 war eine andere Ueber-schwemmung, wodurch an 100,00,» Menschen umkamen, und eben so rzzo. — InaJahre 1682 brach eine Ueberschwemnumg in Seeland aus, die mehr, als zo Dorfschaften,überschwemmte, und den Tod vieler Menschen und Thiere verursachte. Auch zwischen denJahren 1277 1287 sind mehr als zu Dörfer in Ostfriesland von der Fluth verschlungen
die jetzt der Dollarc bedeckt.
Außer diese» besondern Fluthen zählt uns die Geschichte auch noch allgemeinere aus,,wodurch ganze Ländermasscn, ja der ganze Erdball soll überschwemmt worden seyn, undunter welchen die Noahische die merkwürdigste ist. Indessen kann von diesen eben so wenig,wie von jeder andern, die daS Menschengeschlecht erlebt hat, bewiesen werden, daß sie all-gemein gewesen sey, und von dieser am allerwenigsten, indem die Geschichte, gleich nachihrer Zerstörung, Völker, mit Kenntnissen ausgerüstet, auftreten läßt, zu deren Vorberei-tung und Erwerbung Jahrhunderte gehören, die daher schon vor jener Fluth müssen da ge-wesen seyn, und die von ihr nichts können gelitten haben.
Auch liegt es ganz außer unserem Erfahrungskreise zu bestimmen, ob diese, oderirgend eine andere von den angeführten Fluthen, durch die Vereinigung eines kleinen Welt-körpers mit dem einstigen, veranlaßt worden sey, der mit seiner Masse einen Theil des gro-ßen Weltmeers ausgefüllt, und dasselbe nach einer andern Gegend hingedrängt, wodurchAmerika einen Platz auf unserem Wohnorte erhalten habe, weswegen dieses mit sei, cmmittlern Theile so hoch über die Meeresfläche, in Hinsicht der andern Welttheile, erhabenliegt, und wie aufgesetzt erscheint. Nach den vorhin angeführten Sätzen ist dieses nicht un-wahrscheinlich und noch weniger unmöglich.
Die zweite Art von Umbildung einzelner Gegenden hat unsere Erde durch Vulkaneoder Feuerausspeiende Berge erhalten, wodurch Städte zerstört und verschüttet, Inseln un-ter die Fluthen hinabgesenkt, und wieder andere emporgehoben, Ebenen gespalten und Ber-ge aus ihren Rissen empor gedrängt worden sind; und daher sind diese Erscheinungen wohl,die fürchterlichsten der ganzen Natur. Die Anzahl derselben ist auch weit größer, als mangewöhnlich glaubt, und über deren Menge man daher staunt, wenn man sie auf einer KartLaufgezeichnet findet, worunter aber viele schon erloschen sind.