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Allgemeine Darstellung der Oberflächen der Weltkörper unseres Sonnengebietes, besonders der Erde, des Mondes, der Venus und des Merkur's, zur Vergleichung ihrer wundervollen Naturbaue und merkwürdigen Naturkräfte / von August Heinrich Christian Gelpke
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Unter duft» ist der Aetua für uns der merkwürdigste, dessen erster Auööruch 479Jahr vor Christi Geburt anhob, und dessen südliche Seite Ueberblcibsel verloschener Vulkanezeigt, die älter, als er selbst, zu seyn scheinen. Außer ihm ist in Italien der Vesuv , wel.cher im Jahre 79 nach Christi Geburt zu brennen anfing, und sogleich durch seine furchtba-ren Auswürfe von Asche, Herkulaneum, Stabiä und Pompeji '") verwüstete oberste mireinem Aschenhauftn von 112 Fuß bedeckte, der berühmteste. Der Feuerschlund oder viel-mehr der Hecrd desselben scheint mit dem merkwürdigen Thale der Solfatara, welches l Meilevon Neapel entfernt liegt, in genauer Verbindung zu stehen, und welches nichts weiter alsein eingefallener Feuerschlund ist, der noch durch Dampf und Hitze seines Bodens, worun-ter man die Höhlung deutlich bemerkt, seinen vorhin gehabten Karakter hinlänglich anzeigt.Und so zeigt dieß ganze Land fast überall Spuren von erloschenen Vulkanen an, durch derenunterirdischen Wirkungen vielleicht der Monte nuovo bei Neapel im Jahre r;z8 den 29.Sept. aus der Erdrinde zu einer Höhe von 2200 Fuß und von einer halben Meile im Um-fange empor gehoben wurde.

Aber nicht allein in Italien, sondern auch in Frankreich, wo der Mont d'or , derPuy de Dome n. s. w. einstens gebrannt haben, in Deutschland, in der ehemaligen Land-grafschaft Hessen, bei Göttingcn, bei Dresden, bci Liegnitz, in Böhmen, in Ungarn , inDalmatien n. s. w., trifft man deutliche Spuren von erloschenen Vulkanen an.

Unter allen Vulkanen unseres Erdballes sind aber keine so merkwürdig, als die,welche das südliche Amerika besitzt, worunter sich vorzüglich der Pitchmcha, der Coto-papi,dessen Flamme bei dem 'Ausbruche im Jahre 1758 über 2220 Fuß hoch empor stieg, unddessen Getöse man über 72 deutsche Meilen von ihm entfernt gehört hat, auszeichnen. Auchder Sangay erhebt seine Ausbrüche mit dem furchtbarsten Krachen, so daß man solches über24 deutsche Meilen weit von ihm entfernt hört. Im Jahre 1759 den 14. September ent-stand in diesem Theile von Amerika aus einer ebene» Fläche der merkwürdige Turollo, mit-geben mit mehreren taufenden kleinern rauchenden Hügeln, der in einer kurzen Zeit zu einerHöhe von iZoo Fuß empor wuchs, und der noch zu der Zeit, als Humboldt und Bonplandihn besuchten, brannte.

Die Inseln des Mexikanischen Meerbusens, ferner die Azorischen und KanarischenInseln, wovon Teneriffa , die Insel Fcro und die Insel Palma, jede einen eigenen Vulkanbesitzt, sind oft den Wirkungen des unterirdischen Feuers ausgesetzt. Auch die Insel J.landhat »och jetzt einen brennenden Feuerschlund, den Hecla, und außerdem Spuren von mehre-ren erloschenen Bergen.

Aus diesen Beispielen, die ich noch mit,'vielen, fast aus allen Gegenden der Erde,bereichern könnte, sieht man, daß es sehr viele dergleichen Feuerschlünde giebt, und nochmehrere gegeben hat.

Diese Stadt liegt eine gute Meile vom Vesuv entfernt. In vielen Häusern hieselbst find Geripve mitGoldrinqcn und Ohrgehänge gefunden, und auch bat man zerstümmelte Skelette, ja Pferde mit schönemGeschirre angerrsffcn.' Die Fenster der Häuser waren mehreulheils bei der Auigrabnng leer, oder mitMaricnglase auch mir gewöhnlichem Glase von großer Dicke versehen, u. s. w. Und überhaupt sind dieNeberl'leibsel, die man unter diese» drei Städten angetroffen hat, sehr merkwürdig zr-r Kenntniß derW^kzeuge, Gefäße, Künste, Sitten ». s. w. der alten Armer.