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Allgemeine Darstellung der Oberflächen der Weltkörper unseres Sonnengebietes, besonders der Erde, des Mondes, der Venus und des Merkur's, zur Vergleichung ihrer wundervollen Naturbaue und merkwürdigen Naturkräfte / von August Heinrich Christian Gelpke
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Die Wirkungen derselben sind, wie ich schon angeführt habe, die furchtbarsten, dieder Mensch sich nur zu denken vermag, indem sie die mächtigsten Massen von Feuerögluthaus ihrem Innern weit über ihre Gipfel empor heben, und zu ihren Seiten hinabströmerilassen, wodurch sie ganze Gegenden verbrennen, und wovon sie oft Massen mehrere Meilenweit wegschleudern. So hat Z. B. der Catlegiaa auf Island , eine Stcinmasse von 290Pfund 4 Stunden weit weggeschlcudert. Aber ihre furchtbarsten Wirkungen zeigen sie durchdie Hervorhebung ganzer Inseln ") tief aus dem Schoße des Meeres, und vorzüglich durchdie Erschütterungen oder Erdbeben, wodurch sie ganze Welttheile in Bewegung sehen. SoZ. B. erschütterte das im Jahre 1601 den 1. September fast ganz Europa und ein Theilvon Asien, und das, welches Lissabon den i.Nov. 1755 zerstörte, hat seine Erschütterungvon Grönland bis nach Afrika ausgevreiret.

Auf diese Art ist also unser Wohnort durch Zusammenstürze von Welten gebildet,wodurch in seinem Innern Klüfte entstanden sind, die sich nach und nach mit Wasser anfüll-ten, aber auch dadurch ihren Raum immer mehr vergrößerten, die Erdschichten dünnermachten, und sie zuletzt zum Einstürze brachten, wodurch daher manche Gegend von derErdoberfläche verschwunden, und mit einem dafür hervorgetretenen See bezeichnet wordenist. Nach diesen Zusammenstürzen von Welten haben darauf Ueberschwemmungcn lindFeuerschlünde die letzte Hand zur Ausbildung der Erde dargereicht, haben einzelne Gegen-den verschüttet, sie tiefer hinabgesenkt, hü, und wieder Städte von den Usern des Meeresdurch angespülte Erdenmassen getrennt, und niedrig liegende Wälder mit Erdschutte bedeckt.

So ist also alles in der großen Gotteswelt einer beständigen Veränderung untel-wor-fen, der Saame keimt empor, hebt sich hinan zum Baume und geht, wenn er seine Zeitvollbrachthat, zur Erde über, um durch seine aufgelöseten Theile die Natur zu ergänzenund zu verjüngen — und so vergehen auch Welten zur Verjüngung der großen Got-teswelt U!

I!) Ueber das Alter der Erde:

Daß unser Wohnort ein weit höheres Alter, als 6222 Jahre, habe, erhellet schon,wie ich glaube, aus der vorhergehenden Darstellungöart, über die Ausbildung desselben aufdas Deutlichste. Und auch seine letzte Umschaffung muß in ein weit höheres Alter zurückgesetztwerden. Selbst das Menschengeschlecht hat länger, als einen Zeitraum von 6020 Jahren,diesen Besitz des göttlichen WohnplatzeS genossen, indem schon ein Menschengeschlecht vor

») Nachher Erzäblung des Plato'S sollen Rhodns, Delos »nd 11 andere Inseln aus dem Schosse deSMeeres empor Festigen seyn; und zu den Zeiten des Sencka's ist die Insel Santorin entstanden. ImJahre 1707,erhob sich in ihrer Nachbarschaft eine neue Insel. Auf Lercera sah man im Jahre 1720,als hier heftige Erdbeben waren, in einer Entfernung von ihr inehrere Felsen aus den Fluthcn deSMeeres hervortreten, die mit Dimssteincn bedeckt waren und Feuer auswarfen u. s. w.

").Jm Jahre 770z zerstörte ein Erdbeben die Stadt Jedo mit 202,220 Menschen aus der Insel Japan, ,me au 8 -omkane bat. In Lvbien soll ein Erdbeben, nach der Erzählung des Augustin s, über 100L-radte zerfrort naben. ,,„d de Lima hat öfter diese Erschütterung erfahren müssen das im Jahre

7,74.0 zum 4.heil zerstört wurde, wobei 4000 Menschen ihr Leben verloren.