30 Pöhyſtkaliche Bibliothek
Naͤchſtdem iſt der Baſt, der zwiſchen deraͤuſſerſten Rinde und dem Holze ſelbſt befind-lich iſt, ungemein brauchbar. Man leget ihn,
vorſichtig abgezogen, und der Laͤnge nach in
Riemen geſchnitten, ein par Wochen in dieNoͤte; und er laͤſſet ſich hernach zu Seilen
drehen, auch zu Matten verarbeiten: und es
iſt gar kein Zweifel, das man ihn nicht bis
zum groben Geſpinſte verarbeiten Töne.
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Noch mehr: es zeigen nicht allein die
Beiſpiele anderer Voͤlker, welche dergleichen
thun, ſondern es leret auch eine wolgeordne-
te Ueberlegung: das man aus dieſem Baſte,
wenn er geſchikt geroͤtet oder gebeizet, gehoͤ-
rig gereiniget, kunſtmaͤßig geſtampfet, und
alsdenn, wie es mit dem Pappiere geſchiehet,in Formen gegoſſen wuͤrde; Pappier machenkoͤnte. Aber, wenn werden wir Deutſche die
Probe davon ſehen? Gewis alsdenn erſt,wenn entweder die Not unſre Lermeiſterin wird,
oder die Enkel nicht mehr die Erfindungen ihrer
Grosvaͤter zu uͤberſchreiten vor Suͤnde achten.Und wozu ſolte man dieſes Pappier nüzen koͤnenen? wird es auch zum ſchreiben dienen? es
iſt laͤcherlich, uͤber den Gebrauch eines Din-
ges zu ſorgen, deſſen Daſein zuvorderſt berich-
kiget werden mus; geſezt aber wir ſchrieben
niemals darauf, ſo iſt doch Pakpappier eben onoͤtig, voraus wenn ſelbiges eine beſondere
Strke und mehr als jezt gewoͤnliche Groͤſſei e Das