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274 Schreiben an den Herren P.
geſezten Falle aber, mir, darüber beſon-
dern Briefwechſel zu fuͤren, die Ere geben.) Es kommen verſchiedene Schriftenheraus, welche auf einige Weiſe zu derNaturkunde gehoͤren: ich wuͤnſchte ſehr,das entweder die Herren Urheber oderVerleger mir davon in Zeiten Nachrichtzu erteilen belieben wolten. Meine dar-
unter abgezielte Absichten ſind vielerlei.
Einmal koͤnnen in denſelben neue Beob-achtungen und Erfindungen vorkommen,
die uns, weil ſie uns unbekand waren,
neu und unentdekt ſchienen, und welchewir alsdenn ihren rechten Urhebern, mitihrem gebuͤrendem Lobe, zuschreiben koͤn-nen. Zweitens wird hiedurch eine Schrift,ſonderlich in unſrer Gegend„ be-kaͤnd, welches ſonſt hieſelbſt kaum ge-nennet waͤre. Drittens wenn ich künf-tig; wie ich durch Gottes Beiſtand zu thunwillens bin; eine kurze Vorſtellung dernaturlichen Gelertengeſchichte entwerfe,vergeſſe ich deren nicht, deren Angedenkendabei geeret zu werden oft ſo wuͤrdig iſt.Endlich wird auch hiedurch bei uns derEifer zur Nachamung gereizet werden,wenn ſich von andern Oertern her Mu-ſter des Fleiſſes vor Augen ſtellen.d) Zulezt lieget manche Seltenheit imVerborgenen, die entweder niemals ausihrer Dunkelheit herausgezogen, oder wol
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gar dem Verderben zu Teile wird: 5*