276 Schreiben an den Herrn P..
gen ſie, dies ſind fremde Dinge. Gut-
aber ſind ſie unbrauchbar? ich glaube nicht.Selbſt dieſe Art der Ausſchweifungen erhaͤlt
die Aufmerkſamkeit des Leſers: und was vor
Qual fuͤr mieh, oder was vor Mis vergnü-gen fuͤr den Leſer, waͤre es, wenn nichts alsein bloſſes Verzeichnis der troknen Aufſchrif-ten von Büchern angebracht werden durfte.Des beleſenen Tenzels monatliche Unterre-
dungen ſtehen bei den Gelerten vom erſtenRNange noch in Hochachtung; ob es gleichmehr eine Samlung von Anmerkungen und
gelerten Ausſchweifungen, als ein eigentli-
ches Tagebuch iſt.
Dies erinnert mich daran, das ſichmeine phyſikaliſche Bibliothek nicht muntengenug leſen laſſe. Es ſei bei dergleichenSchriften, die man zu Verkuͤrzung mußigenStunden laͤſe, faſt unumgaͤnglich notwendigdas ein ermunternder Scherz die Muͤhe desNachſinnens verfüſſe. Ich gebe zur Antwort: das ich zwar nicht finſter von Ge-muͤte, aber auch zur Zeit und zur Unzeit zu
ſcherzen nicht aufgeleget ſei. Indeſſen wird
doch die Schreibart nicht abmattend, unddie Abwechſelung der Sachen ſelbſt zumVergnuͤgen hinreichend ſein. Zugleich ſeheich voraus, das wenn Gott zu der Fortſe-zung unſer Arbeit Zeit und Kraͤfte verleihet,genugſam beluſtigende Stellen vorkommenwerden. Wie vikle zur Naturlere dienendeSchriften werden ſich finden in weiß.8. nicht
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