312 Von Meklenburgiſchen
iſt. Da nun derſelbe die in unſer Nach-barſchaft haͤufig angetroffene Echiniten einerBeſchreibung wert geachtet hat; ſo koͤnnen
wir um ſo viel entſchuldigter dergleichen un?ſern meklenburgiſchen auch erweiſen. Zu-gleich wird uns dieſer artige MellenſcheBrief zu einigen dienlichen Anmerkungen Ge-legenheit geben. Um aber, zum erſten Ver-
1718 zu Lübek auf 3 Bogen in 4. gedrukt a
ſuche, nach einer richtigen Ordnung zu ver-
faxen, bemerken wit erſtlich
Der gemeineſte darunter iſt, das er der
Knopſfſtein heiſſet, weil er den alten kegel-
foͤrmig geſpizten Knoͤpfen ungemein gleich
ſiehet. Dieſen Namen hat er auch in an-dern lebendigen Sprachen. Die Franzoſen
nennen ſie Poutons und die Engellaͤnder;wie auch von Melle anfuͤret; Button- ſtone.
Zwei andre Namen hat ihnen die Unwiſſen-
heit der Naturkunde und deren Erſtgebor-
ner, der Aberglaube, gegeben. Nemlich,
nach dem Zeugniſſe des Glearius in ſeinengottorfiſchen Kunſtkammer(zu N. 5 und 6der XXlſten Tafel, der Ausgabe von 1674)
heiſſen ſie Brontiae oder Orobriae; weil ei-nige der Meinung ſind, das ſie im Don-
ner oder Plaztegen vom Himmel fallen ſol-len. Man findet dieſe Meinung zu beſtaͤti-
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