3
zꝛx!um Gaxtenbaue. 365verwerfich, das derientge, welcher ſolche
misbilltgen wolte, ein Feind der Natur,
und ein ſcheinheiliger Haſſer der allerver-nuͤnftigſten Ergoͤzlichkeiten ſein muͤſte. Seid
geſichert, edele Liebhaber der Garkenſchoͤn-heiten, das euer mildeſter Schoͤpfer, dieſe
mer als ſalomonſche Pracht der Lilien nichtvergebens gemacht, ſondern auf die erlaub-te VBergnuͤgungen eurer Sinnen ſeine Abſichtgnaͤdigſt gelenket habe: doch zugleich mitdem goͤttlichen Endzwekke, euren Geiſt aufdeſſen Verehrung zu lenken, der eure Pil-grimſchaft ſo herlich ausgekleidet hat: auchdaraus den Schlus zu machen, da hieſelbſt,für unſern gar kurzen Aufenthalt ſo vieleHerlichkeiten angewendet ſind, wie ſchoͤndie ewige Wonungen unſter Geiſter ſeienwerden;, woſelbſt die Schoͤnheit dadurch
volkommen ſeien werde; weil ſie ſich unsim ganzen Anblikke entdekken und unver-
andert ohn Ende fortdauren muͤſſe. DieſeSamlung gieng bis zur zaͤrtlichſten Abſon-
derung fort. Da hier die Sinne allein imSchoͤnen ihre Weide ſuͤcheten, ſo konte esnicht felen„die Nuzbarkeit konte in keineBetrachtung kommen. Die beſtgeſchmakte
Speiſekraͤuter, deren Blume unſcheinbarwar, ward hier ein Unkraut, und die heil-famſte Gewaͤchſe ohne Schönheit raͤutete man
gufs ſtrengſte aus,