Band 
I.ter Theil.
Seite
88
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88 Zwote Abtheil. Drittes Cap.

laͤndiſchen Inſuln vorbey, dann hinunter in das atlantiſche Meernach Cadix, von da gegen Braſilien, ſo nach dem Vorgebuͤr-ge der guten Hofnung hinab, dann durch die Meerenge zwi-ſchen Sumatra und Java, da man endlich uͤber Borneo weg-gehet, und nach einer Schiffahrt von 20 bis 30 Wochen Cantonerreichet. Die Laͤnge dieſes Weges iſt ungefaͤhr 2500 Meilen,und iſt wegen der Paſſatwinde, der Stromdriften u. m. die inAcht genommen werden muͤſſen, ſehr beſchwerlich.

Der naͤchſte Weg waͤre durch das Eismeer, vor Kamſchat-ka und Japan vorbey, der ungefaͤhr 1000 Meilen kuͤrzer iſt, alsder gewoͤhnliche. Aber es iſt noch nicht bewieſen, daß er ſchiff-bar iſt, wenigſtens duͤrfte man ihn nicht alle Jahre mit Vortheilnehmen koͤnnen(ꝛ). Wuͤrde eine Durchfahrt in Nordweſtengefunden, ſo waͤre ſolcher Weg wohl 250 Meilen weiter, als durchdas Eismeer, doch vermuthlich bequemer. Da es aber noch un-gewiß iſt, ob eine ſolche gefunden wird(n), ſo will ich mich auchdabey nicht aufhalten. Es iſt alſo die Frage, ob es beſſer ſey,den alten Weg zu gehen, oder unten um America durchdas groſſe Meer. Wenn wir allein auf die Laͤnge ſehen, ſomuͤſte der neue gleich verworfen werden, denn er iſt gegen 700Meilen weiter; aber wenn die Zeit, in welcher er zuruͤckgelegetwerden kann, in Betrachtung gezogen werden ſoll, ſo muͤſſen wiruns nicht uͤbereilen. Wenn man eine Strecke ins groſſe Meerkommt, ſo iſt der Wind beſtaͤndig, man hat keine beſchwerlicheStromdriften, und die Erfahrung giebet, daß man hier in derZeit anſehnlich gewinnet. Peachox gieng von Havana untenum Horns Vorgebuͤrge durch das groſſe Meer nach Japan ineiner Zeit von vier Monathen, und nachher von dannen zuruͤckbey dem Vorgebuͤrge der guten Hofnung vorbey, in noch ge-ringerer Zeit. Wenn dieſe Reiſe ihre vollkommene Richtigkeithat, ſo iſt ſie bisher ohne gleichen. Uebrigens kommen alle indieſem Meer gehaltene Tagbuͤcher darin uͤberein, daß man da-

durch(m). 21.(n)§. 14.