Von den wenig bekannten Laͤndern. 39
durch ganz geſchwinde nach Oſtindien ſegelt. Die Gallion, wel-che jaͤhrlich zwiſchen Acapulco und Manilla gehet, die unge-faͤhr 1400 Meilen von einander liegen, braucht zuweilen zur Hin-reiſe 200 und einige Tage, aber zur Ruͤckreiſe nie uͤber 25, einſehr merklicher Unterſcheid auf einem und eben denſelbigen Wege.Sollte denn die Reiſe nach China nicht mit Vortheil durch dasgroſſe Meer geſchehen, und der Heimweg bey dem Vorgebuͤr-ge der guten Hofnung vorbey genommen werden koͤnnen? Diegroͤßte Schwuͤrigkeit dabey duͤrfte ſeyn, gut in das groſſe Meerzu kommen. Durch Magellans Meerenge iſt es ſehr beſchwer-lich, und zuweilen auch durch die Straſſe Lemaire, doch giengRitter Drake im Auguſtmonath, oder daſigen Winter, durch er-ſtere in 16 Tagen, Barbinais durch letztere in zwo Stunden,ungeachtet des entgegen ſtehenden Windes, und H. Brignonim Maͤrz 1747 in anderthalb Stunden.
Aber, wird man ſagen, es gehet nicht allezeit ſo geſchwinde,und iſt zuweilen unthunlich. Wenn man zureichliche Nachrich-ten hat, wie ſich die Winde, Meeres⸗Fluthen und Stroͤme dasganze Jahr hindurch in dieſen Gegenden verhalten, ſo iſt es gleich-wol glaublich, daß die Fahrt durch dieſe Meerengen moͤglich undleicht werde. Unterdeſſen iſt es am rathſamſten, oͤſtlich umStatenland zu gehen, und zwar bis zu 60 Grad Breite, eheman Horns Vorgebuͤrge dubliret, welches von vielen mit Vor-theil geſchehen iſt. Ich weiß auch noch keinen, der hier auf die-ſe Art vom Eiſe behindert worden. Browers, Sharp, Beau-cheſne, u. m. ſind unten um Horns Vorgebuͤrge gegangen, undBrignon 17427 ſowol bey der Hin⸗ als Herreiſe. Es iſt kalt ge-weſen, aber doch nicht unausſtehlich, und die uͤbrigen Ungelegen-heiten ſind entweder von der unrechten Jahrszeit, oder daher ent-ſtanden, daß man vor der Dublirung von Horns Vorgebuͤrgenicht weit genug nach Suͤden gegangen. Neue Handlungs-zweige, Erfriſchungsplaͤtze u. m. koͤnnten auch die Hinreiſe durchdas groſſe Meer vortheilhaft machen. Es iſt wahr, daß der
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