Band 
I.ter Theil.
Seite
117
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Von den Erdſchichten. 117

koͤnnen. Wenn die Erdlagen auf ſolche Art entſtandenwaͤren, welches ganz wahrſcheinlich zu ſeyn ſcheinet, ſo muͤſtealles trockene einmal mit Waſſer uͤberſchwemmt geweſenſeyn. Auſſerdem kann es auch da nicht auf einmal zu Stan-de gebracht ſeyn, denn wenn das Waſſer alle dieſe Materienzugleich enthalten haͤtte, ſo muͤßte das ſchwereſte zuerſt, und ſodas uͤbrige nach ſelbigem Geſetze geſunken ſeyn. Nun findetman wohl faſt beſtaͤndig, daß die Materie in einer und eben der-ſelben Lage nach ihrer eigentlichen Schwere liegt, aber die Lagenſelbſt unter einander richten ſich nicht darnach. Endlich muͤßteauch das Waſſer nicht uͤberall einerley Beymiſchung gehabthaben, da die Schichten oft in ſehr geringer Entfernung einanderſehr ungleich ſind.

Daraus, daß das Meer dergleichen Schichten hat zu Stan-de bringen koͤnnen, welche nun wirklich die Erdrinde ausmachen,folget eben nicht, daß ſie nothwendig ein Nachlaß deſſelben ſind.Indeſſen iſt es ſehr glaublich, da ſonſt nichts dagegen ſtreitet;und die Schnecken, welche bey Marly⸗la⸗Ville 70, in Am-ſterdam 100 Fuß tief,(vorhergeh.§. II. I.) und an vielen an-dern Stellen in anſehnlicher Tiefe gefunden worden, ſamt denzermalmten Schnecken an weit vom Meere entlegenen Orten, ver-wandeln die Wahrſcheinlichkeit faſt in vollkommene Gewißbeit.Gewiſſe Unebenheiten und Aushoͤlungen auf einigen Schichten,ſcheinen noch das Schuͤtteln ſichtbar darzuſtellen, das in der Zeitvorhanden geweſen, da ſie ſich geſetzt haben. Die Zeit, da die-ſe Erdbetten gelegt worden, iſt unbekannt, daher ſie mit Grundeuralt genannt werden koͤnnen. So viel ſcheinet doch ſicher zuſeyn, daß, wenn ſie durch natuͤrliche Urſachen hervorgebrachtſind, ſie von der Art in einer Tiefe uͤber 200 Fuß, wie man ge-wiß weiß, und die vielleicht vielmahl groͤſſer iſt, nicht durch eine ge-ſchwinde Fluth oder Ueberſchwemmung haben zu Stande gebrachtwerden koͤnnen. Wenn an einigen Orten ſchwarze Erde in der

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