Von den Erdſchichten. 119
Hieher gehoͤren auch die Betten, welche feuerſpeyende Ber-ge zuſammenſtapeln. In Perun koͤnnen ſolche leicht unterſuchtwerden, indem die Regenbaͤche ſich zuweilen mehr, als 200 Fa-den breit und 100 Faden tief durch ſelbige durchgeſchnitten haben.Man findet hier die Schichten ſowohl an Farbe als Dicke ſehrunterſchieden, ſie beſtehen aus verſchlackten Materien, Bimſtein,ſchwarzen Sand, welchen der Magnet ziehet; Aſche u. m. EinBett von verbrannten Steinen, mehr als 40 Fuß maͤchtig, liegtum den Fuß des Catopaxi(r). Zuweilen flieſſen Stroͤme vongeſchmolzenen Materien aus, welche, wenn ſie erhaͤrtet iſt, La-ve genannt wird. Man findet oft Schichten davon unter Fel-dern, die mit Holz bewachſen ſind. Mehr hievon weiter unten.
§. 42.
DDie innere Beſchaffenheit der Berge kann nicht ohne diegroͤßte Schwuͤrigkeit erforſchet werden. Spalten, Borſten,unterirrdiſche Hoͤlen und Durchſchnitte ſind die Gelegenheiten,welche uns die Natur ſelbſt giebt, daß das Auge an einigenStellen ihre Belegenheit wahrnehmen kann. Einige Bergeſcheinen nichts anders, als ungeheure Steinmaaſſen zu ſeyn, wel-che keine Merkmale von Lagen oder Lager haben, ſondern tiefer,als man bisher kommen koͤnnen, in eins fortgehen. So ſindzuweilen die Graniten, oder der gemeine Grau⸗Felsſtein beſchaf-fen. Man findet darin wohl verſchiedene Spalten und Borſten,jedoch von ſolcher Beſchaffenheit, daß ſie nicht wohl fuͤr ordentli-che Lager angeſehen werden koͤnnen. Man verſichert zwar, daßder Tafelberg(§), die norwegiſchen Felſen(t), und ſelbſt diehoͤch-
(r) Bouguer Voy. an Perou.(t) Biſchoff Pontoppidan berich-
velches zuver⸗ ket, daß man deutlich ſehen koͤnne,
tet, daß dieſer ganze nebſt den nahe Wb 9,86
liegenden Bergen aus waagrechten La⸗ häas 8 8 ſtc 1e
gen beſtehet. Journ. de Voy. S. nicht allezet F“
— natuͤrlichen Schwere geſetzt habe. S.g. O. Tom. I. S. 24.