Band 
I.ter Theil.
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140
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140 Zwote Abtheil. Fuͤnftes Cap.

gegen die uͤbrige Dimenſionen ein groͤſſeres Verhaͤltniß hat, alsgewoͤhnlich iſt?

§. 49.

Die Ordnung der Materie, welche einen Gang ausfuͤllen,iſt einer groſſen Verſchiedenheit unterworfen. Was zunaͤchſt ander Bergart ſitzt, heißt bey den Bergleuten Salband oder Los-geſpuͤhl, wenn ihre Maͤchtigkeit etwas anſehnlicher iſt, und be-ſtehet oft aus Thonarten, loſen Glimmer oder Spat. Sind kei-ne Salbande, ſo ſagt man, das Erz iſt angewachſen.

Selten fuͤllet das Erz den ganzen Raum zwiſchen beiden Sal-banden, ſondern es kommen noch erſt andere gefolgartige Mate-rien, welche man den Gangſtein nennen koͤnnte, und ſind nachden ungleichen Erzen verſchieden. So iſt in Haͤllefors oͤſtli-chen oder alten Gruben ſchwarzer Kiesfels der Gangſtein, wiedas Profil Fig. 37. zeiget. Die Felsart oder das Geſtein, dar-in der Gang iſt, beſtehet auf erwaͤhnter Stelle aus Kalkſtein.Die Mutter ſelbſt, in welcher das Erz feſtſitzt, heiſſet die Gang-art, und iſt in angefuͤhrtem Exempel fuͤr das Bleyglanz eineKalkart(cc). 1 8

Zuweilen gehen verſchiedene Materien in ſchlangengleichenBeugungen, doch alle untereinander parallel. Einen ſo beſon-dern Umſtand findet man in vielen Eiſenerzgaͤngen in dem Riß-berge bey Norberg, beſonders merket man ſolchen in Klok-ſtrecke. Das Erz iſt ein hellgrauer glimmernder Blutſtein, derhier in wellenfoͤrmigen und irregulairen Schichten vom Granat-geſtein, koͤrnigtem oder glaſigen Quarz und Schoͤrlſtein theilsmit Quarz, theils mit Glimmer vermengt, eingebettet iſt, unddie Flaͤchen von allen dieſen Arten kruͤmmen ſich auf mannigfalti-ge Weiſe, jedoch mit dem Erze gleich und parallel(Aö).

1§. 50.(ec) Hr. Bar. Hermelin.(d) Herr Dir. Rinmann.