Band 
I.ter Theil.
Seite
141
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Von den Erdſchichten. 141§. 50.

Die Stuͤrzung der Gaͤnge weichet mehr oder weniger vonder lothrechten Linie ab bis zu einer ungefaͤhr parallelen Lage mitdem Horizont. Die Bergleute kommen nicht uͤbereins in derZahl der Grade, welche eine Stuͤrzung haben kann, bis ſie denNamen der ſtehenden, doönlaͤgigen, u. ſ. w. verlieren muß. Umdieſe Benennungen auf einen feſten Grund zu ſetzen, koͤnnten die-jenigen, welche nicht uͤber 10 Grad von der Lothlinie abweichen,ſtehende genannt werden; welche nicht uͤber 10 Grad von derHorizontallinie abweichen, ſchwebende; und donlaͤgige dieje-nigen, welche zwiſchen denſelben fallen. Wollte man derjeni-gen, welche zwiſchen der Lothlinie und Horizontallinie ungefaͤhr-das Mittel haͤlt, das iſt, welche ungefaͤhr 45 Gr. ſtuͤrzet, einenbeſondern Namen geben, ſo kann ſie die flachliegende heiſſen.In Anſehung der Streichung iſt vordem mehr, als jetzt, ge-braͤuchlich geweſen, dem Gange, der ſich zwiſchen Suͤdoſt undOſt und zwiſchen Weſt und Nordweſt erſtrecket, Morgengangzu nennen; Abendgang den, der ſich zwiſchen Weſt und Suͤd-weſt und Oſt und Nordoſt erſtrecket; Mittagsgang, zwiſchenSuͤd und Suͤdoſt und Nord und Nordweſt; und Mitternachts-gang zwiſchen Nord und Nordoſt und Suͤd und Suͤdweſt.

Die Ungleichheit der Spalten entſtehet oft von der Verſchie-denheit der Materien. In den engliſchen Kreide und Tatter-nels⸗Steingruben ſind die Spalten entwedet waagrecht, oder loth-recht(2). Im Lagenweiſe liegenden Geſtein, inſonderheit vonKalk oder Marmor und in groſſen Bergketten, ſollen ſie gemei-niglich ſtehend ſeyn. Von noch feſtern Felsſteinarten verſichertman, daß ſie eine geringere Anzahl, aber doch weitere Spaltenhaben(†)..

Die Flaͤche des Ganges gehet nicht allezeit eben fort, ſon-dern man findet ſie oft gebrochen, ja zuweilen auf verſchiedene Art

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nn americaniſche Reiſe Tom. II. S. 70. Tom. I. S. 289.Hr. Buͤffon a. B. T. J.