142 Zwote Abtheil. Fuͤnftes Cap.
gebogen, als bey Adelfors Goldbergwerk(Fig. 5.)(g). Zu-weilen treffen mehrere auf einander, und vereinigen oder durch-ſchneiden ſich. Bisweilen findet man einen Gang verruͤckt oderaus ſeiner natuͤrlichen Lage gebracht, da denn dies die Erfahrungund Kenntniß des Bergmanns auf die Probe ſetzet, der verlohr-nen Fortſetzung nachzufinden. Hiebey thut die ſo genannteSchleppe oft gute Dienſte. Wenn eine Kluft BB Fig. 6.)einen Gang AB abgeſchnitten hat, deſſen Fortſetzung nach BCverruͤckt worden, ſo findet man zuweilen, daß die Gangmateriea nach der Kluftedahin ſchleppet, wo die Verruͤckung des Gan-ges hin geſchehen iſt. An der andern Wand der Kluͤft ſindetman von dem verlohrnen Theile eben dergleichen Schleppen.Solches zeigt ſich mehr oder weniger deutlich bey Adelfors(h),und ſcheinet die aufaͤngliche Weiche des Quarzes oder Ganges zuTage zu legen. Dergleichen ſoll ſich auch bey den Steinkohlen-Lagen, die verruͤckt worden, zeigen.
In den bey Severn in Engelland in vorigen erwaͤhntenBergen bemerkt man an zwo Stellen ganz augenſcheinlich eineVerſinkung aller Schichten. Die abſchneidenden Kluͤfte ſindhier mit einer unordentlichen Miſchung aller Materien dieſer Ber-ge ausgefuͤllet, und machen durch ihre Lage und von den uͤbrigenunterſchiedenen Farben das Anſehen von zween ſtarken Pfei-lern(1). Die Steinwaͤlle und ſo genannte Beſchwer, welchezuweilen durch die Steinkohlsbetten gehet, duͤrfte mit den ſo ge-nannten pfeilergleichen Kluͤften eine gleiche Abkunft haben.
— H.F1.
Auſſer demjenigen, was im vorhergehenden angefuͤhrt wor-den, und welches die Verruͤckungen und Veraͤnderungen auf derOberflaͤche der Erde mehr oder weniger deutlich an den Tag zulegen ſcheinet, giebt es noch andere Umſtaͤnde, die ſich daſelbſt
nicht anfuͤhren lieſſen. Dahin(2) Hrn. Swab Wiſſenſch. Acad. Handl. 1751.“Handl. 1745. 00) Aſſeſſ. Wallerius Wiſſ. Acad.
(0) Hrn. Swab Wiſſenſch. Acad. Handl. 1743. Tab. III. Fig. 1.
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