Zwote Abtheil. Sechstes Cap.
ſche. Der Libanon heget Fiſchgerippe, rothe Corallen, Echi-niten, u. m.(X); Carmel, eine Menge Judenſteine(*¹), Au-ſterſchalen(T), Hyſteriolithen(a), u. m. Auf Sinai ſind dieVerſteinerungen ſelten, aber bey Corondel trifft man Pectini-ten, Echinus ſpatagus u. m.(5). Oben auf einigen Bergen,zwiſchen Smirna und Tauris, findet man Schnecken in Ueber-ftuß(c). Die perſiſchen Berge ſcheinen an einigen Orten vonlauter Sand und Schnecken zuſammengeſetzt zu ſeyn, und glei-cherweiſe diejenigen, welche um das caſpiſche Meer liegen(d).In dem hohen Berge in Caramanien ſind auch Verſteinerun-gen von Schnecken eingebettet(2), und gleicherweiſe bey Tſchu-dinorg und andern Stellen in Siberien(†).In Africa, zwiſchen Suez und Cairo, und in allen Hoͤ-hen Libyens, die nicht mit Sand uͤberfuͤllt ſind, erhaͤlt man E-chiniten, Schnecken und Muſcheln, die ihres gleichen im rothenMeer haben. In der Gegend von Ras Sem, im ReicheBarca, hat der Flugſand viele Laſten Echiniten und andereMeersreſte verdeckt. Um den aͤgyptiſchen Pyramiden trifftman Pfenningſteine, Seeigel und ihre Zacken, Schlangenzun-gen, Schnecken, u. m. Die Klippen bey Oran beherbergen1 inſon-
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(x) Paul Lucas T. II. S. 380.
) Sbaw a. B.
(2) Cor. Brun. Voy. au Levant.Chap. 59.
(a) De Montconys P. I. S. 334.(65) Sbaw a. B. II. S. 84.
(c) Tavernier Voy. T. I. Erfand bey der Stadt Tokoria in einem
ſoll man ſolche Verſteinerungen, aberſeltener, finden.
(d) Olearius ſpricht von einemBerge, worin zueberſt Graͤber aus-gehauen waren. Zwey Leute, welchebey ihm waren, halſen einander dahinauf. Die Waͤnde der Kammernbeſtanden aus Sand und zuſammen-gewachſenen Muſculiten. Kaͤmpfer
lang abhaͤngigen Berge beſondre Ver-ſteinerungen. Die oberſte Schichtwar Kalkſtein, darunter ein untaug-licher ſchwammigter Rindenſtein, undzuunterſt eine Steinart, durchſichtigwie Glas, in welchem er Eidechſenu. m. fand. Aus dem Steine wur-
den allerhand Hauszierrathen gehau-en. Da, wo das caſpiſche Meer indas Land Marandran hineinſchieſſet,
fand, daß die Berge um dem caſpi-ſchen Meere, bis an den Gipfeln, dieuͤber die Wolken ſteigen, von Schne-cken zuſammengehaͤufet ſind. S. A-mœn. exp. p. 430.
(e) Der ſpaniſche Geſandte Figue-roa bemerkte dies mit Verwunderungauf ſeiner Reiſe von Ormus. Leib-nitz a. B.§. 23.
†) Gmelin Reiſe durch Siberien.
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