Von Verſteinerungen. 169
inſonderheit Corallen(g). Bey Maſtreicht, beſonders gegenden Flecken Zichen, oder Tichen, und den kleinen Berg Hunsfindet man eine Menge Meersbrut. Die Sandberge bey Ce-raldo ſind davon voll(ht), und in einem Berge bey Fez liegenſowohl europaͤiſche als americaniſche Seegewuͤrme begra-ben(i). In den Akimſchen Goldgruben, 200 Meilen vonder Kuͤſte Guinea, ſoll man verſteinerte Eyer von verſchiedenerGroͤſſe, Schnecken, u. m. finden(k)..
Die neue Welt iſt an Meersreſten nicht aͤrmer, als die alte.Der Kalkſtein in Canada ſchlieſſet mannigfaltiges Seegewuͤr-me ein. In Neuyork, Penſylvanien, Maryland und Vir-ginien findet man ſie meiſt ganz und wenig veraͤndert. InNeu⸗Jernſey, ungefaͤhr 15 Meilen vom Meere, trifft manClams in der Erde, ja Auſterſchalen mehr als 40 Fuß tief. In
(2) Shaw a. B. Tom. IHI. S. 84.127⸗129. Was von Nas Sem, oderdem ſo genannten verſteinerten Dor-fe vorgegeben wird, daß man da al-te und junge Leute, Vieh und Haus-geraͤthe, u. m. in verſchiedener Stel-lung verſteinert finden ſoll, iſt einungegruͤndetes Maͤhrchen.
(5) Voy. des Miſſionaires T. III.S. 109. T. II. S. 312.
(Dh Bourguet a. B.
() Röͤmer a. B. S. 20. Diealten Marmor, oder ſo genannte ro-then Porphyre, von welchen man
vermeynte, daß ſie von Salomons
Tempel und egyyptiſchen Pallaͤſteneenommen, und in Rom an verſchie-enen Stellen angebracht ſind, ſollen
eine Menge Meersbrut enthalten.
Die weiſſen Flecken im rothen Por-
phyr haben in der Mitte ein ſchwar-
zes Punct, und ſollen nichts andersſeyn, als unzaͤhlbare geſchmolzene
Seeigelzacken. In Bourgogne, nicht
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr.
Caro-
weit von Dion, iſt ein groſſer Stein-bruch von ſelbigem Porphyr, aber eriſt nicht haͤrter, als Marmor, undbey der Stadt Montbard iſt ein der-leichen, aber weiſſer, von einer an-eehnlichen Anzahl Zacken. Aber esiſt unbeweislich, daß dieſer oder eini-ger anderer Porphyr Meersbrut he-gen. Die Obelisken auf St. PetersLateraniſchen und Nawoniſchen Plaͤ-tzen ſollen von egyptiſchen Pyrami-den ſeyn. Die Materie wird einroͤthlicher Granit ſeyn, eben ſo freyvon Seegewuͤrmen, als der gruͤnePorphyr. Die Ruinen der StadtAin el Mouſa und ihre Waſſerlei-tungen fand Doctor Shaw vollerSchnecken. Und gleicherweiſe auchdie alten Mauern in Suez und dieeberbleibſel ſeiner Thore. Dieauern der Stadt Volterra in Toſ-cana, damals vor 2500 Jahren ge-bauet, beſtehen auch von mit Schne-cken vermengten Steinen. Stenon.ſolidum intra ſolidum.
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