Band 
I.ter Theil.
Seite
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Von Verſteinerungen.

ſterdam in einer Tiefe gegen hundert, und in fnigee Bergengegen tauſend Fuß().

Mehrentheils ſs mehr Arten mit einander vermengt, ſodaß man in demſelben Geſtein einen Echinus, Helix, Millepo-ren, Fiſchzahn(9) u. ſ. w. antreffen kann. Groſſe und kleine, alteund junge liegen neben einander. Aber zuweilen findet man,daß eine gewiſſe Art die Oberhand hat, oder ganze Betten alleinanfuͤllet, als die im vorigen genannten Kraͤuſel⸗ und Tellerſchne-cken bey Leina. Sehr merkwuͤrdig iſt es, daß vieler Orten dieZacken von Seeigeln in groſſer Menge, und gleichwohl kein ein-ziger Seeigel darunter gefunden wird(r).

An vielen Orten liegt eine groſſe Schichte ohne fremde Bey-miſchung, denn die Erde, welche dazwiſchen gefunden wird, iſtnichts anders, als Schnecken⸗Stuͤcke oder Pulver davon, welcheabgenutzt, zerbrochen und verweſet ſind. So iſt das Schnecken-bette in Touraine beſchaffen. An andern Orten iſt eine unor-dentliche Mengung von Seegewuͤrmen und andern Materien, alsin den Schalbergen bey Uddewalla.

Zuweilen leben ihres Gleichen in dem angraͤnzenden Meere.So iſt es mit den Arten, die in den Hoͤhen Libyens verſteinertgefunden werden, welche man im rothen Meere antrifft. Oftiſt die Miſchung aus einem weit abgelegenen Waſſer, als inTouraine und bey Uddewalla. Bey Fez liegen europaͤiſcheund americaniſche zuſammen. Die meiſten Arten der Verſtei-nerungen in Engelland trifft man im Meere nicht ehe an, alsgegen Florida(§).

Endlich bemerket man, daß ſie an einigen Stellen waage-recht liegen, oder grade ſo, wie das Waſſer dergleichen Materien

N 2 fuͤhret.

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(p) Ray' Diſcourſes.89) Leibnitz hatte einen ſolchenvon Malcha⸗ S. a. B.§. 24.(r) Bentrand Struct. int. de laterre. S. 29.(F) Kalm Difl. de ortu Petrifica-toxum. S. 7. Littorales pflegt man

die Seegewuͤrme nennen, die ſich nichtweit vom Lande halten, und haͤufigtodt, ans Ufer geworfen, gefundenwerden; aber diejenigen, welche inder groͤſten Tiefe leben, heiſſen Pe-lagicae. 5