172 gZgwoote Abtheil. Sechstes Cap.
fuͤhret. In den engliſchen Kreitbruͤchen findet man die Auſter.ſchalen in ſolcher Lage, und die hohe Seite aufwaͤrts gerichtet(t).So liegen ſie auch bis zu den kleinſten Stuͤcken in den tourraini-ſchen Betten, zum Zeichen, daß ſie nach und nach vom Waſſerdahin verſammlet, und von keiner aufliegenden Schwere zer-druͤckt worden. An andern Stellen findet man ſolche Meers-brut unordentlich, ſo, als wenn ſie mit groſſer Gewalt zuſam-mengewrungen waͤren(tt).§. 59.
Die Materien, in welchen die Meersbrut gefundenwird, ſie mag nun los oder zu harten Stein zuſammengewachſenſeyn, ſind von vielerley Art.
Loſe findet man in Sand, Thon und allerhand Erdarten,aber in verſchiedenen Steinarten hat man noch keine Spur davongefunden. Kalk, Alaunſchifer, thonartiger Schifer ſind die Ar-ten, und beſonders die erſtere, welche durchgaͤngig und in groͤß-ter Menge ſolche fremde Beymiſchung enthalten. In dieſenMaterien trifft man nicht allein Muſcheln, Schnecken, Coral-len, Thierpflanzen und dergleichen Gewuͤrme, ſondern auch Fi-ſche von allerhand Geſchlecht, mehrentheils auf einer Ebene ab-gedruckt, und oft ſo genau, daß man die kleinſten Floßfedern undSchuppen bemerken kann.
Im Sandſtein ſind ſie ſeltener, doch findet man ſie an unter-ſchiedlichen Orten, als unten in einem Berge Roſenthal nicht weitvon Dresden; in den Sandſteinsbergen bey Pirna, vom Gipfelbis zum Fuſſe(u). In den blauen Bergen in America(xX),und an einigen wenigen andern Stellen.
In
(t) Kalm americ. Reiſe. Pflanzenabdruͤcke zuunterſt. Mine-(tt) Herr Pogel verſichert, daß ral. 8yſt. p. 196. Hr. Lehmann ſoll
die meiſten Schneckenverſteinerungen von den letztern 1440 Fuß tief gefun-auf Bergen nicht ſonderlich tief un⸗ den haben.ter Kalkerde gefunden werden, daß(*) Hamb. Mag. IV. VI. und VII.
Fiſche und Landthiere tiefer liegen,(*) Kalm amer. Reiſe. II. S. 259.verſteinert Holz noch tiefer, und die Prof.
ͤͤͤͤZͤZZZCGCaZ—“—