Von Verſteinerungen. 175
In Schleſien, Engelland und mehr Orten findet manVerſteinerungen, die auf der Oberflaͤche Raͤnder von gediegenemGolde oder Silber haben..
Turkiſſe enthalten Kupfer in Kalkgeſtalt. In Jarlsbergin Norwegen findet man Muſcheln von Kupferkies, und beyEisleben, Mansfeld und Oſterode Fiſche davon. Man fin-det zuweilen auch ſolche Muſcheln, die aus Zinnobererz beſtehen,und auch damit gefuͤllt ſind(dd).
Die Schalen ſind uͤbrigens entweder leere, oder mit derMaterie der Schicht, Cryſtallen, Feuerſtein, Kies, Schnecken-Stuͤcken u. m. gefuͤllt. Wenn die Ausfuͤllung von anderer Artiſt, als die Schicht, welche ſie enthaͤlt, ſo iſt ſolches ein Merk-mal, daß dieſe Schnecken von einem andern Bette verruͤckt wor-den. Zuweilen findet man blos ihre Kerne. Wenn dieſelbenvon der Schichtmaterie ſind, ſo findet man darin gemeiniglichAbdruͤcke von den Schalen, aber ſonſt nicht.
§. 61.
Man trifft auch in den Erdſchichten allerhand Gewaͤchſeund deren Theile eingepackt. Zuweilen findet man nichts,als lauter Abdruͤcke von denſelben. So hat man Baͤume vonmancherley Art gefunden, als Palmen, Aloe, Buͤchen, Eichen,Fichten, Tannen, Haſeln, Wacholder, Maulbeerbaͤume, Lin-den, u. m. Desgleichen Pflanzen und Farrenkraut; Zuckerrohr,Kerbel, Fenchel, Fuchsſchwanz u. m.(2).
In Anſehung der Meeresflaͤche findet man dieſe Materienin anſehnlichem Abſtande uͤber und unter derſelben. Oben aufdem Alpenberge Stella ſoll ein Stamm liegen, ob der Ort, woer gefunden worden ſeyn ſoll, gleich uͤber 4000 Fuß hoͤher iſt, als
der hoͤchſte Ort, wo auf dieſem Gebuͤrge Baͤume wachſen koͤn-nen
(14) S. mineralogiſche Beluſtigun⸗(e) Bertrand Diion. Oryct, I.i B. I. p. 191.
ge 204. 119.