Von Verſteinerungen. 277ganzen Pflanzen Gallium album, Vaccinium, Arundo, Equi-ſetum, Polypodium, Pteris, Aſplenium, Polytrichum, u. m.dgl.(*); von Fruͤchten Zapfen(Strobili)(**), Mays, odertuͤrkiſche Waizenaͤhren, Walnuͤſſe(t), Mandeln, Melonen,u. m.(tt).
Von Pappenheim hat man einen grauen Mergelſchifer,welcher in allen Lagern Mooſſe und ſolche Figuren, die uͤber-haupt Dendriten heiſſen, ſehr ſchoͤn vorſtellet. In Sinai, Ho-reb und mehr Orten trifft man eine Art Marmor, der von der-gleichen Figuren Pietra embuſcata genannt wird(K). Manfindet zuweilen dergleichen Bilder in Agat, Chalcedonier, Flo-rentiner Marmor und andern Materien, welche, durch eine leb-hafte Einbildungskraft unterſtuͤtzt, allerhand Sachen vorſtellen.Ihre Abkunft iſt, nach aller Anleitung, ſo viel weniger von ein-geſchloſſenen Gewaͤchſen herzuleiten, als die Kunſt ihnen auf an-derer Art nachahmen kann. Duͤnſte, oder ſonſt ein anderesfluͤßiges Weſen, ſcheinen ſich in Spalten und Fugen gelegentlicheingedrungen und nach der ungleichen Beſchaffenheit der Hoͤlenausgebreitet zu haben(1).
§. 62.ter Schale, obgleich der Kern ganz
verſteinert iſt, ebend. Fig. O. Dieſeletztere und mehr dergleichen, ſind
Es iſt ſehr ſelten, Abdruͤcke von Blu-men zu finden. Hr. Lehmann hatdoch eine Aſter auf Alaunſchifer, die
ſehr deutlich iſt, gefunden. S. deſſenchymiſche Schriften, p. 259.
(*†) Herr Davila I. c. p. 247.
(**%) Ein Cederzapfen iſt, in einemSandhaufen verſteinert, im Pie-monteſiſchen Berge gefunden. S. Hr.Guettard Mem. de l' Acad. a Paris1759. und Hr. Davila l. c. Tab. VI.Pab. VII. Fig. M. zeiget daſelbſt eineAnanasfrucht von Agat.
(t) Eine Maisaͤhre, S. Davila1. c. tab. VIII. ein Wallnuß⸗Kern,ebendaſ. tab. VII. Fig. N; eine der-gleichen mit Haut und unveraͤnder-
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr.
vor vielen Jahren 30 Faden tief ineinem Salzbrunnen gefunden wor-den, der ungefaͤhr 150 Jahre aufge-leben worden. Er lag in Franche-omté. S. Mem. de l'Ac. a Paris.
1742.
(ft) Herr Juſti berichtet, daß ereine verſteinerte Mandel beſitze, undin Wien eine verſteinerte Melon vonLibanon geſehen habe. Grundriß desMineralreichs. Nuͤſſe, Eicheln u. m.findet man zuweilen in Steinkoh-lenbruͤchen.
() Becmann Hiſt. O. T. S. 298.
(I) Wallerii Mineral.
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