Von unterirrdiſchen Hoͤlen. 183get. In Helgelands Vogtey in Norwegen iſt eine Klippe,die von ihrer Figur Markthut genannt wird, dieſelbe hat quer-durch eine Oefnung, 50 Faden hoch und an 1000 Faden lang,durch welche man gehen, und zuweilen die Sonne durchfallen ſe-hen kann(b). Durch den Berg Fiſchhorn in der Schweizkann man gleichfalls die Sonne zu gewiſſen Jahrszeiten ſehen,und das ſo genannte St. Martins⸗Loch iſt nichts anders, alseine ſolche Oefnung auf dem Flimſerberge,(einer von denen,die das Graubuͤndner Land von Glaris ſcheiden,) durch welchedie Einwohner des Dorfs Elm den zten Maͤrz und um Michaeldie Sonne ſehen koͤnnen(C). Aber auſſer dieſen und anderndergleichen durchgebrochenen Stellen trifft man in den Erd-ſchichten verſchiedene leere Gaͤnge und Grotten, welche naͤher ge-kannt zu werden verdienen. 8
§. 66.
An dem weſtlichen Silberberge ſind in SchiſſeklackensKalkbetten drey Holen, welche waagrecht in den Berg hinein-gehen. Von zwoen derſelben gehen die Oeffnungen ſo nahe andie Waſſerflaͤche des Sees Gattur, daß man durch ſelbige nichtkommen kaͤnn, aber der Eingang des dritten gleichet einem Ge-woͤlbe, 4 Ellen hoch uͤber das Waſſer, und 3 bis 4 Ellen breit.Die Waͤnde haͤngen, als wenn ſie baufaͤllig geworden(d).
Im Balsberge iſt der ſo genannte Speckgraben, welcherſich in vielen Gaͤngen weiter ausbreitet, als man bisher hat un-terſuchen koͤnnen. Zuoberſt ſoll der Berg anſehnliche graue Fels-ſteine enthalten, die auf Felsſteine und Grusſand liegen, worun-ter eine Schichte loſen gelblichten und von ſpuͤhlichtem Grusſandzuſammengeſetzten Kalkſtein kommt. Der Eingang iſt an derSuͤderſeite des Bergfuſſes. Hier findet man eine unbeſchreibli-che Menge Muſcheln,(kaum eine Schnecke, wo nicht Nautilen,)
Pecti-
(5) Pontoppidan a. B. I. S. S. 119. tab. 14.1(4) Wallerius Diſſert. de monte
75.79.—(c) Scheuchzer itin, alp. tab. I. arg. occ. S. 28.