Band 
I.ter Theil.
Seite
182
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182 Zwote Abtheil. gean sg es

§. 64.

Was die Art und Weiſe betrifft, deren ſich die Natur bvcVerſteinerung organiſcher Coͤrper bedienet, ſo iſt dieſelbe noch un-vollkommen bekannt. In der Luft verweſen todte Thiere undGewaͤchſe; daher muß die Luft wohl von den Orten ausgeſchloſeſen, oder in ihrer Wuͤrkung gehindert werden, wo Verſteinerun-gen fuͤr ſich gehen ſollen. Eine duͤrre Erde iſt ohne Wuͤrkung,und ein rinnendes Waſſer kann wohl etwas mit Steinrinde bezie-hen, aber ſchwerlich das Innerſte mit dieſer Materie durchdrin-gen, was ſeinem Laufe ausgeſetzt iſt(a). Solchergeſtalt ſchei-net eine ſchickliche Feuchtigkeit, mit aufgeloͤſeten oder mit ſichfuͤhrenden Theilchen von Steinmaterie verbunden, dazu noͤthigzu ſeyn, welche in die verborgenen Hoͤlen und den leeren Raumſogleich eindringen koͤnnen, wenn die eigenen Theile des Coͤrpersdurch Ausduͤnſtung, oder was ſonſt dazu befoͤrderlich ſeyn kann,verſchwinden; die freſſenden Saͤfte ausgenommen, welche dieZerſtoͤhrung des Baues der Coͤrper zu geſchwinde bewerkſtelligen.

Siebentes Capitel.Von unterirrdiſchen Hoͤlen.

§. 65.Beoder haben wir ſowohl die lockerern als feſterern Materiender Erdſchichten betrachtet; es iſt auch angefuͤhret, daßdie Gaͤnge als zugemachte Spalten angeſehen werden. Aberauſſer den Ritzen, welche noch gegenwaͤrtig leer ſtehen, findetman an etlichen Orten harte Berge durchgebrochen, wodurchdie Natur ſelbſt feſte Gewoͤlbe von einem einzigen Stein angele-get.(*) In der Donau ſfindet man welcher, ob er gleich 1700 Jahre ge-noch U derbleibſel von Trajani Bruͤ⸗ ſtanden, doch nicht mehr als? Lini-

cke; Die Naturkundige in Wien ha⸗ en herum war. Juſtiben einen Balken ausgraben laſſen, N. Warh. I. S. 312.