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Von unterirrdiſchen Hoͤlen. 187
aͤndert ſich hier das ganze Jahr durch nicht 2 volle Grade, undhaͤlt ſich gewoͤhnlich zwiſchen ½ und 2 Gr. uͤber den Gefrierungs-punct. Eine ſchlammigte Stelle auf dem Boden bleibet dasganze Jahr ſumpfig, obgleich alles umher zugefroren iſt. DieErde in dieſem kleinem Moraſte enthaͤlt kein Salz. Die Oef-nung iſt in Nord⸗Nord⸗Oſt, und die Klippe iſt, einen kleinenRaum ausgenommen, mit Buſch und Holz bewachſen, welchesalles das Eindringen der aͤuſſern Luft hindert. Einige berichtenauch, daß die Gegend viel Salpeter hegen ſoll(n).
In der Gegend von Vermenton in Bourgogne kommtman durch einer weiten Oefnung in eine Hole hinein. Die Brei-te ſoll 8 bis 10 Faden ſeyn, die Hoͤhe uͤber 3, und die Laͤnge 2 bis300. An dem Gewoͤlbe und den Waͤnden trifft man Rinden⸗ undTropfſteine, welche Tiſche, Stuͤhle, Baͤnke, u. m. vorſtellenſollen. Starke Pfeiler haͤngen von der Decke, und auf dem Bo-den findet man anſehnliche Waſſerbehaͤlter(0).
Bey Maux wurden 1618 Steine zu einem Kloſter von einerKlippe geſprenget, wodurch eine Menge Waſſer von einer Hoͤlehervorbrach, die noch einen klaren Strom giebt. Die Tropf-ſteine in ſelbiger ſtellen Birnen, Aepfel, Trauben und derglei-chen, vor(p).
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(n) Herr Boz hat vermittelſt desThermometers beobachtet, daß dieWaͤrme in dieſer Grotte, eben ſo wieim Keller, mit der aͤuſſern Waͤrmeſteiget und faͤllt, wiewol ſie ihr ſonſtnie gleich iſt. Prof. Billerez, derdieſe Hoͤle vorher beſchrieben, ſaget,daß das Eis deſto haͤufiger ſey, jebeſſer der Sommer iſt.. Mem. de„'Acad. a Paris 1712. 1726. Aberdieſe Nachrichten ſind theils falſch,theils unvollkommen. Hr. Coſſigmyhat ſie zuerſt mit gehoͤriger Genauig-keit unterſucht. Er war daſelbſt 1743
den 7. und 8 Auguſt, den 17 Octob.;und 1745 den 22. April. Verſchie-dene Eispyramiden, die er im Anguſtbemerkt hatte, waren im Octoberweggeſchmolzen. Er hat von dieſerEisgrube ſowohl einen Grundriß, alsProfil gezeichnet. S. Mem. des Sc.Etrang. Tom. I. Im Jahre 1727ward waͤhrend des Lagers bey Sao-ne vieles Eis ausgefahren. Vor die-ſem ſollen die Bauren umher auchhier ihre Zuflucht gehabt haben.(0) Perrault Oev. S. 89,
(d) Ebendaſ. S. 834.