186 Zwote Abtheil. Siebentes Cap.
backen und allerhand Verſteinerungen(*¼). Ueberbleibſel vonMenſchen ſind hier ſehr ſelten.
Man findet noch eine Menge anderer Hoͤlen in Deutſch-land, als Hohleloch, Witzeloch, die Scherzfeldiſche Hoͤle,u. m. In den Schweizerbergen findet man verſchiedene. InPilatiberg kommt man durch eine Oefnung, die 15 Fuß hoch und9 Fuß breit iſt, und man kann wohl 300 Stuffen hinein gehen.In dem Regiberge ſchlupfet man uͤber 170 Faden. Bey Reſ-ſis Tafel iſt gegen Weſten Reßisbodenloch, welches weiter un-ten einen Ausgang zu haben ſcheinet; denn ein hinabfallenderStein kommt wieder zu Tage. In den hohen Gammor dringtman ſich mit Muͤhe hinein, aber nachher iſt der Gang weit undbequem, ganzer 150 Fuß. Hier ſollen Seleniten in Ueberflußgefunden werden. In Toggenburg iſt eine Hole, die beſtaͤn-dig raucht, und etwa 20 an verſchiedenen Orten gelegene ſollenWind geben(1).
In dem ungewoͤhnlich warmen Sommer 1719 war ſo vielSchnee und Eis geſchmolzen, daß man auf dem Gipfel des Zin-gen, einen von den Bergen um den Eisſee im Canton Bern,kommen konnte. Man fand daſelbſt eine Grotte, die mit Cry-ſtallpfeilern gezieret war, wovon eine 8 Quintalen wog. DerBoden war auch mit Cryſtallen gedeckt, die auf gelber thonarti-ger Erde ſaſſen, wovon ſie auch gefaͤrbt waren(im).
In der Franche Comte, nicht weit von Beſanſſon, iſteine Hoͤle am Fuß einer mehr als 40 Fuß hohen Klippe. Siegehet hineinwaͤrts allmaͤhlich hinunter, und iſt vom Eingange anzu rechnen ungefaͤhr 370 Fuß lang. Die groͤſte Breite iſt unge-faͤhr 100 Fuß. Daſelbſt findet man gemeiniglich viele Eispyra-miden, zuweilen von anſehnlicher Groͤſſe, theils an der Deckehaͤngen, theils auf dem Boden ſtehen. Der Thermometer ver-
aͤndert
2 g X“§ 37. t. I.(p) Bertranà Struct, de la terre.
(0) Scheuckzer Hiſt. nat, Helvet. S. 16.