Von Quellen. 201
der Kuͤſte von Guinea(r), auf den Bermuͤdiſchen Inſeln(§),auf den franzoͤſiſchen americaniſchen Inſuln(t), an der Kuͤ-ſte von Peru(u), und an mehrern Orten, ſoll es ſich auf glei-che Art verhalten. Auf den Hoͤhen koͤnnen doch keine Quellenvon dieſer Urſache entſtehen, indem das Waſſer nicht da hinaufſteigen kann(x&), und wenn es auch geſchehen koͤnnte, wuͤrden
ſie dadurch nicht ganz friſches Waſſer erhalten(¹).Man weiß gewiſſermaſſen mit Sicherheit, daß die Natur
ſich dieſer vier Mittel zum Urſprunge der Quellen bediene.
meiniglich tragen von ihnen mehrere auf einmahl dazu bey, und
vielleicht auſſerdem noch verſchiedene andere, die uns noch
abgeſchnitten ward, und fand wuͤrk-Uch brauchbares. Hirtius de BelloAlexandr.
(r) Bey Chriſtiansburg erhaͤltman in einer Tiefe von 6 bis 7 El-len, 10 bis 12 Ellen vom Meere,brauchbares Waſſer. Romer g. B.
.293.
(C) Auf den Bermudiſchen Inſelnfindet man Waſſer durch graben,wenn man tiefer kmmt, als dieMeeresflaͤche, und es iſt ſalz oderfriſch, nachdem die Materie dicht iſt,wodurch es geſeiget wird. DieſeBrunnen ſteigen und fallen mit demMeere. Da, wo friſches Waſſer ge-funden wird, findet man ſalziges ingroͤſſerer Tiefe. R. Norwood Phil.trans. abr. II. S. 298.
(t) Man erhaͤlt hier friſches Waſ-ſer; aber der Brunnen wird ſalzig.
(2) Der Grund um Lima beſtehtaus Feldſteinen. Man erhalt darinin einer Tiefe von 4 bis 5 Fuß Waſ-ſer. Ullog a. B.
(x) Varenius und Derhbam erklaͤ-ren den Zugang der Quelle durchsMeerwaſſer, welches durch die Erdegleichſam als in Haarrohren aufſtei-
Bergm. Phyſ· Weltbeſchr.
unbe-kannt
get. Aber alles des Salzes nicht zu
gedenken, welches dann in den Erd-ſchichten gefunden werden muͤſte, ſokommt ſolches doch auch nicht mitder Erfahrung uͤberein. Perraultfuͤllte Bleyrohren mit Sand, dasWaſſer ſtieg in einem Tage etwas-uͤber 16 Zoll hoch, aber es lief nicht
durch die Seitenoͤfnungen aus, ob
ſie gleich mit Sand oder grau Pa-pier ausgefuͤllet waren. Wenn mandie Roͤhre mit Kieſelſteinen fuͤllete,ſtieg das Waſſer nur 9 Fuß. Prof.Lulof hat kleine Berge von anzie-henden Materien gemacht; aber indem ausgehoöͤhleten Gipfel keinen ein-zigen Tropfen gefunden, obgleich dieMaſſen uͤberall naß waren. Wiefein muͤſten die Rohren nicht ſeyn,wenn das Waſſer nach ſelbigen Ge-ſetzen, als in den Haarroͤhren, da-durch zu den Quellen auf dem Ta-felberge ſteigen ſollte, welcher 3668Fuß hoch iſt, ihr Durchmeſſer muͤſtenicht der 819C0oſte Theil von einemZoll ſeyn. Wie ſollte es durch har-te Steinbetten kommen2
0) Das Meerwaſſer kann durchdie Seige wohl ſein Salz, aber nichtſeine Bitterkeit, verlieren.
Cec