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I.ter Theil.
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202 Dritte Abtheil. Erſtes Cap.

kannt ſind. Zuweilen duͤrften ſie eine Wuͤrkung von weiten Waß-ſerleitungen ſeyn. So ſcheinet es bey Modena zu ſeyn, wo manin einer Tiefe von 80 Fuß auf eine Sandbank geraͤth, und einrauſchendes Waſſer hoͤret, welches hervorbricht, wenn man dasGraben fortſetzet, und den Brunnen mit ſolcher Geſchwindigkeitfuͤllet, daß die Arbeiter nur kaum vor demſelben hinauf kommenkoͤnnen, ja zuweilen flieſſet es uͤber(2). Sollte auch wohl dieunterirrdiſche Waͤrme hieran einigen Antheil haben?.§. 72.

Die Menge des Waſſers iſt in einigen Quellen das ganzeJahr hindurch ziemlich gleich, und ſie flieſſen eben fort durch ei-nen oder mehrere Ausfluͤſſe. Dieſe haben gemeiniglich mehrereund reichere Zugaͤnge. Dagegen ſeöben andere verſchiedeneJahre ſtill, nach der Beſchaffenheit des Wetters, als Scheft-locken in Sſterdalland, welche durch ihren Fluß theure Zeitanzeigen ſoll, und deswegen Hungerbrunn genannt wird(a).Dergleichen Umſtaͤnde haben ihren Grund in einer ſchaͤdlichenWitterung, daher einige, wenn ſie laufen; andere, wenn ſieſtehen bleiben, Gefaͤhrten von ſchweren Zeiten ſeyn koͤnnen. BeyAltdorf in Deutſchland, bey dem Wetterſee, u. ſ. w. ſollendergleichen gefunden werden.

Das Verhalten von andern Quellen haͤnget mit gewiſſenJahrszeiten zuſammen, und dieſe haben folglich ihren Zugang indem meteoriſchen Waſſer. Dergleichen ſind nicht ſelten.

Einige richten ſich nach dem Stand der Sonne uͤber oder un-ter dem Horizont. Auf dem Verge Piro in Peru ſoll die Quel-le Nucquio nur zur Nachtzeit laufen, wo es nicht eben geregnethat. Der Engſtlarbrunnen in der Schweiz laͤuft jaͤhrlich vonder Mitte des Maymonats bis zur Mitte vom Auguſtmonathzwar abſatzweiſe den Tag uͤber, zuweilen auf die Art, daß er ge-gen Abend zu flieſſen anfaͤnget, und die ganze Nacht durch fort-

faͤhret;

(2) Leibnitz Protogæa,§. 42.(²) Prof. Wallerii Waſſerreich.