Von Quellen.
Menge bey, welche erfordert wird, daß, nachdem das fluͤchtigeweggeduͤnſtet iſt, ungefaͤhr ein gleicher Raum von ſteinharter
Macerie zuruͤck bleibet. GWaſſer kann metalliſche Theilchen, als Eiſen u. dgl., jaſchweres Gold ſelbſt, mit ſich fortfuͤhren; aber es kann, den Ar-ſenik ausgenommen, keines derſelben aufloͤſen, wo ſie nicht inſalzartiger Geſtalt ſind. Daher ſind die Cementwaſſer kupfer-haltig. Sie haben eine Eigenſchaft, welche von Unerfahrnenvor einen Beweis einer innerlichen Verwandelung oder Veraͤd-lung der Metalle gehalten wird; denn wenn in daſſelbe ein StuͤckEiſen gelegt wird, ſo verlaͤßt die Vitriolſaͤure das aufgeloͤſeteKupfer, und greift das Eiſen an, zu welchem es ſtaͤrker gezogenwird. Solchergeſtalt ſetzt ſich an der Stelle eines jeden aufgeloͤ-ſeten Eiſentheilchens ein Kupfertheilchen, wodurch man endlichein Stuͤck Kupfer von der Groͤſſe und Figur des hineingelegtenEiſen erhaͤlt. Solche Quellen trifft man nur in kupferhaltigenBergen, als bey Neuſol(P), Altenburg(q), Schmolnitz,Falun, und mehrern Orten. Eiſen⸗Vitriol ſindet man oft, auchzuweilen Zinkvitriol, in Quellen, aber da kein anderes Metall,als Kupfer, Eiſen, Zink, und vielleicht Nickel, von der gelin-den Vitriolſaͤure aufgeloͤſet werden kann, ſo findet man auch nichtmehrere Vitriolwaſſer. Erſteres trifft man in allen Cementwaſ-ſern, oft mit Eiſen oder Zink vermiſcht. Wo die Kieſe oderBlende verwittern, wird das Phlogiſton davon getrennet, wor-auf
an 20 Centner reicht. Ein Pfund
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(p) Hier ſind 24 ſo genannte Kam-mern, darin das Waſſer geſammletwird. Auf den meiſten Stellenſammlet es ſich nur tropfenweiſe vonden Seiten, aber in der einen, dieuͤber 90 Fuß tief iſt, ſind zwey beſtaͤn-dige, einen Strohhalm dicke, Adern.Im Jahr 1207 bekam man 8s Cent-ner Kupfer, aber durch eine nachhervom Tage gekommene Ueberſchwem-mung erhaͤlt man wohl mehr, abergeringhaltiger Waſſer, ſo daß dasjaͤhrliche Cementkupfer ſeitdem kaum
dieſes Waſſers haͤlt nicht uͤber 2 Seru-pel Kupfervitriol. S. Aatth. BelsBrief an den Praͤſ. Soane in Phil,trans. n. 450. art. 1.
(2) Dies Cementwaſſer wirdſchwaͤrzlich, wenn man adſtringiren-de Dinge hineinlegt. Es ſoll von ei-ner Art Kupfergruͤn entſtehen, wel-ches man hier mit Zwitter oder koͤr-nigter Zinngraupe vermiſcht findet.Hamb. Magaz. UI, S. 496,