208 Dritte Abtheil. Erſtes Cap.
auf die Waſſerduͤnſte mit der Saͤure vereiniget werden, die ge-nannten Metalle angreifen, und die Vitriole hervorbringen. InSchweden iſt inſonderheit eine groſſe Menge eiſenartiges Waſ-ſer. Die Hornblende, welche man hauptſaͤchlich in der in Nor-den ſo haͤufigen Eiſenbinde findet, beſtehet aus einem ſchwefelſau-ren aufgeloͤſeten Eiſen, welches von einer thonartigen Materieeingeſogen worden, und ſtrahlicht angeſchoſſen iſt. Dieſe vombrennbaren Weſen frey gemachte Saͤure ziehet ſtark Feuchtigkei-ten an ſich, und wenn es damit geſaͤtiget iſt, greifet es das Eiſenan, welches nachher ausgelauget und von dem herabfallendenLuftwaſſer weggefuͤhret wird(q[). Wenn es blos Eiſenvitriolenthaͤlt, ſo werden daraus die ſo genannten Schwarzbrunnen,aber aus der Beymiſchung von einem fluͤchtigen aͤtheriſchen We-ſen und Vitriolſaͤure entſtehen verſchiedene Arten Sauerbrun-nen(r), von welchen einige auſſerdem etwas alcaliſches enthal-ten, als die Geſundbrunnen Medevi, Wiksberg, Daͤnne-mark, u. m. Die Quelle zu Loka enthaͤlt auſſer dem fluͤchtigenWeſen etwas taube abſorbirende Erde, ein alcaliſches Salz, einwenig Eiſenvitriol, und ein gewiſſes Fett, doch alles in ganz ge-ringer Menge(§).
Bey den Alaunbruͤchen ſoll man zuweilen alaunhaltiges Waſ-ſer finden. Auch an verſchiedenen Orten in der Schweiz(§s),America(*), und anderwaͤrts.
Kochſalz⸗Quellen ſindet man haͤufiger: In Italien, Spa-nien, der Schweiz, Frankreich, bey Luͤneburg, Harzburg,Halle, u. m. in Deutſchland; bey Friedrichshall in Norwe-gen(t), und an mehr Orten. Durch eine Beymiſchung einesfluͤchtigen aͤtheriſchen Weſen und Vitrioldunſt, u. m. werden dar-aus auch verſchiedene Veraͤnderungen von Sauerbrunnen.
Von
(% Herr Rinmann. kalten Winden.(r) Hrn. Prof. Wallerii Waſſer⸗(Ss) Bertrand.reich.(½) Barba Th. I. S. 15.(5) Hrn. Prof. Bergii Rede von(t) Pontoppidan a. B. IJ. S. 333.