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Von Quellen.
lindes Feuer wegdunſten laͤſſet, giebt es nur 12 Gran feſtes undſcharfes alcaliſches Salz(u). Bey Suſa in Perſien ſoll ein
Brunnen ſeyn, der dieſelbige Wuͤrkung hat(X).
Einige Waſſer enthalten ſolche Theile, welche im Feuer bren-nen, und dieſe heiſſen uͤberhaupt Bergfett. Bey Cracau inPolen iſt eine Quelle, welche man mit einem Licht anzuͤndenkann. Eben ſolche Eigenſchaft hat eine Quelle bey Porettanuova in Italien(), eine bey Broſeley in Shropſhire(z),ein Bach, einige Meilen von Bergerach(a) u. m.
In Italien, Schweiz, Schottland, und mehr Orten,ſammlen ſich die Bergoͤle in Hoͤlen und Kluͤften, ja zuweilen troͤ-pfeln und rinnen ſie aus den Klippen; doch ſcheinen die Morgen-lande die rechte Heimath fuͤr fette Quellen von allerhand Art, be-ſonders Naphta, zu ſeyn, welches ſich wegen der fremden Zumi-ſchungen oft in verſchiedenen Farben zeiget. Verſchiedene derſel-
(u) Lemery Mem. de P'Aead. a Pa-ris 1712. Man hat ſich vorgeſtel-let, daß die Wuͤrkung dieſes Waſſersvom Queckſilber herkomme, aber auſ-ſerdem, daß man davon nicht die ge-ringſte Spur findet, ſo wird Waſſer,worin Queckſilber gekocht iſt, vonKindern fuͤr die Wuͤrmer getrunken,ohne daß ſolches den Zaͤhnen ſchadet.
(X) VFitruvius erwaͤhnet dieſerQuelle, und Lemery berichtet, daßein in Suſa gebohrner Kerl in Pa-ris geweſen, und daß er nach Gefal-ten 7 bis 8 Zaͤhne habe ausnehmenund einſetzen können. Er ſoll einenſtarken Scorbut gehabt haben.
() Dies Waſſer wird in den Be-haͤltern zum Baden geleitet. DieDuͤnſte werden mit einer Fackel an-gezuͤndet, und eben ſo auch die Bla-ſen, welche aus dieſer Maſſe aufſtei-gen. Comm. Bon. S. 119.
(²2) Dieſe Quelle ward 1711 auf-
gefunden, und iſt mit einem durch-bohrten eiſernen Deckel bedeckt. Wenn
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man eine Fackel an das Loch haͤlt, ſoſteckt ſich der Dunſt an, aber verloͤ-ſchet, wenn der Deckel geoͤfnet wird.Die Flamme gleicht der Brannte-weins⸗Flamme, aber ſie iſt heiſſer,doch iſt das Waſſer kalt, wenn ſieaufhoͤret. Die Quelle hoͤrete einigeJahre auf, aber 1746 brach ein feu-erfangendes Waſſer mit einem unter-irrdiſchen Getoͤſe, 100 Fuß naͤhernach Severn, aus. Dieſe iſt 4 bis5 Fuß tief, und 6 bis 7 Fuß weit.Das Waſſer kommt durch eine kleineOefnung im Boden herauf. Drey-viertel Fuß von der Oberflaͤche kannman mit einer Fackel eine ſchnelle ge-gen 2 Fuß hohe Flamme anzuͤnden,bey welcher ein Theekeſſel in 9 Mi-nuten kocht. Wenn die Flamme ver-liſcht, merket man einen Schwefelge-ruch. Phil. trans. abr. IV. P. z. S.195; Phil. trans. n. 482.
() Dieſer kann mit brennendemStroh angezuͤndet werden. DieFlamme iſt blau. Mem, de P'Acad,a Paris 1699,