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216 Dritte Abtheil. Erſtes Cap.
mit dieſer in Arbeit gebrachten Saͤure vermiſcht, welche, wennetwas Kochſalz hinzukommt, die Saͤure deſſelben vertreiben duͤrf-te, und ſich mit dem Alcali deſſelben vereinigen, oder, welchesglaublicher iſt, durch ein freyes natuͤrliches Alcali in Glaubers-ſalz verwandelt werden. Wenn die Saͤure Kalkerde trifft, ſoentſtehet Selenit, und durch Vereinigung mit der neulich entdeck-ten alcaliſchen Erde, ein ſolches Bitterſalz, als bey Epſom undvielen andern Stellen gefunden wird. Wenn Thon aufgeloͤſetwird, ſo wird Alaun hervorgebracht. Trifft ſie etwas Eiſen,Kies, ſo verbindet ſich die im Waſſer gemiſchte Saͤure mit eini-gen Theilen Eiſenerde, und macht einen groͤbern oder feinern Vi-triol. Eine ſolche freye, mehr oder weniger fluͤchtige, mit Phlo-giſton mehr oder weniger beladene Schwefelſaͤure wird nicht al-lein durch Verwitterung, wie geſagt worden, ſondern auch durchunterirrdiſches Feuer erhalten. Und ob die Saͤure gleich nichtweit kommen wird, ehe ſie durch die ihnen im Wege aufſtoſſen-den aufloͤslichen Materien geſaͤtiget wird, ſo ſoll ſie doch bey La-tera, 32000 Schritte von Viterbium, in einem kleinen Huͤgelzwiſchen den Steinen nur mit Waſſer vermengt, herausrinnen,und eben ſo bey Selvena, 46000 Schritte von der Stadt Sie-na(iin). Daß Schwefel vermittelſt Alcali, Kalk oder alcali-ſcher Erde, zur Leber wird, und alſo im Waſſer aufgeloͤſet wer-den kann, iſt begreiflich; aber wie der feine Schwefel in den Baͤ-dern bey Abano, Aken, und anderwaͤrts, hinzukomme, iſt nichtſo leicht abgemacht. Sollte er wohl von ſeinen Grundmaterien,Phlogiſton und Schwefelſaͤure, im Waſſer ſelbſt erzeugt werden?Und ſollte wohl ein Sulphur embryonatum ſo verduͤnnet ſeyn, daßes ſich im Waſſer aufloͤſen laͤſſet? Wenn Zinn in Vitriolſaͤure,und Zink in Kochſalzſaͤure aufgeloͤſet wird, ſo weiß man, daß zu-weilen wuͤrkliche Schwefelarten erzeuget werden. MineraliſchAlcali findet man eben ſowohl, als verſchiedene alcaliſche Erdar-ten, an vielen Stellen auf der Erdkugel. Es iſt alſo keine
Schwuͤ-(1i) Hr. Vandelli 1. ec.
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