Von Quellen. 217
Schwuͤrigkeit, wie dieſelben in Mineralwaſſer eingemiſcht wer-den koͤnnen. Unterirrdiſches Feuer hat ohne Zweifel an verſchie-denen Orten vielen Theil an ihrer Zubereitung. Es verwandeltKalkerde in ungeloͤſchten Kalk, treibt zuweilen Saͤuren aus fe-ſten Materien hervor, unterſtuͤtzet neue Vereinigungen, u. ſ. w.Das hinzukommende Waſſer iſt inzwiſchen ein gemeinſchaftlichesVehiculum. Oft findet ſich auf ihrem Wege natuͤrliches Koch-ſalz, welches in dieſem Fall mit in die Miſchung kommt; Trifftaber das warme Waſſer nichts an, womit es ſich verbinden kann,ſo kommt es nur mit einem geiſtigen Vitrioldunſt hervor. Kal-te Waſſer rinnen zuweilen durch heiſſe und magere Kluͤfte, wo-ſelbſt ſich nur einiger Dunſt ſindet, dann kommen ſie wohl warmhervor, aber ohne allen mineraliſchen Zuſatz. Bey Bath inEngelland iſt eine warme Quelle, woſelbſt die Waͤrme durch denLauf des Waſſers uͤber eine Art ſchwere Kreite entſtehet, welchehier faſt ſo wirket, wie ungeloͤſchter Kalk(*).
Daß die Geſundbrunnen eine Beymiſchung von minerali-ſchen Duͤnſten unumgaͤnglich erfordern, iſt unter andern Bewei-ſen durch eine Begebenheit im Schwarzwalde, im KizingerThale, ſichtbar, wofelbſt ein Geſundbrunnen ſeine Kraft gaͤnz-lich verlohr, als die Schwefel und mineraliſchen Duͤnſte durch ei-ne in einer Klippe in der Nachbarſchaft gewonnene Oefnung aus-brachen; aber ſo bald dieſer Ausgang verſtopft ward, fand ſichdie vorige Staͤrke wieder(C7). Eine fluͤchtige Schwefelſaͤuremacht, wie man weiß, in vielen Geſundbrunnen das Leben aus.Sonſt kann auch bloſſe Luft, auf gewiſſe Art in Vermiſchung ge-bracht, ein erſtickendes und geiſtiges Waſſer machen(e). Aberob Salzſäure etwas dergleichen ausrichten kann, iſt 898 nicht ab-gemacht.
Die(E) Bertrand Memoires ſur les 9) nſnomm Difert. de Aciduli-
5 hermis.Tremblemens de terre, S. 178. 00 S. vorhergeh.§. 74.(1h
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr. e