218 Dritte Abtheil. Zweites Cap.
Die Kaͤlte der Quellen kann von den Salzen, welche Ver-moͤgen dazu haben, herrühren; oder von einem ſehr ſchnellenFluß, wodurch die Wuͤrkung der aͤuſſern Waͤrme verhindert wird,als bey den erwaͤhnten franzoͤſiſchen Quellen, welche ſehr ſchnellfortflieſſen. Wenn ſie ihr Waſſer von beſtaͤndig mit Schnee be-deckten Bergen, oder aus der Tiefe aus groſſen Waſſerhaͤlternhaben, ſo iſt ſolches ohne Zweifel auch ein Umſtand, welcher da-zu beytraͤgt.
Zweytes Capitel.Von Fluͤſſen.
S. 76.
Uver Fluͤſſen verſtehe ich hier allerhand auf einer und eben
derſelbigen Stelle der Erdoberflaͤche beſtaͤndig fortflieſſendesWaſſer. Die Quellen haben ihren Abfluß, woraus kleine Laͤu-fe entſtehen, und wenn viele dergleichen zuſammenlaufen, ma-chen ſie Baͤche, flieſſende Waſſer und Fluͤſſe aus, welche denNamen der Stroͤme, u. ſ. w. erhalten, wenn das Waſſer wegenAbhaͤngigkeit des Grundes oder anderer Umſtaͤnde mit Heftigkeitfortſtuͤrzet.— 8
§. 77.Das flieſſende Waſſer hat ſeinen erſten Urſprung gemei-niglich von Quellen. Sie ſind daher in hochliegenden Gegenden
zahlreicher. Es regnet hier mehr; zu gewiſſen Jahrszeiten
ſchmelzet eine Menge Schnee, die Wolken werden zuſammenge-draͤnget, und von den Hoͤhen und kalten Bergen angezogen.
Die meiſten Fluͤſſe in Schweden haben ihren Urſprung vondem Sewobergruͤcken; die Sevenne von einem hohen Ber-ge in der Grafſchaft Montgomery; die Moſel von dem Voge-ſiſchen Gebuͤrge, an der Graͤnze der Franche Comte; derRhein entſpringt an zween Orten auf den Alpen im Graubuͤnd-
ner