Band 
I.ter Theil.
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kommen. Fuͤr einen ſolchen wird der Lycus in Aſien, Eraſi-nus(p) und Alpheus in Arcadien, Tigris in Meſopota-mien, Timavus in Iſtrien, u. m. ausgegeben(g); aber dieNachrichten hievon ſind in Erdichtungen und Dunkelheit ſo ſehreingehuͤllt, daß man ſchwerlich etwas darauf bauen kann(„).Die Guadiana in Spanien und die Rhone zwiſchen Genfund Lion verbergen ſich eine Strecke. Die Sache iſt inſich ſelbſt ſehr wohl moͤglich, entweder, wenn das Waſſer ſichdurch unterirrdiſche Gaͤnge und Hoͤlen fort dringet, oder wo derobere Grund feſter, als der untere iſt, ſo daß mit der Zeit untereiner Strecke der Erdrinde eine Durchfahrt von dem Waſſer ge-macht werden koͤnnen.

Auf Domingo ſollen Stroͤme mit ſolcher Heftigkeit in dieHoͤlen eines Bergfuſſes fallen, daß ſie ſehr weit gehoͤret wer-den(s). Aus der Malholms⸗See in YPork laͤuft ein kleinerFluß, welcher ſich in zween Arme theilet, und von der Erde ver-ſchlungen wird. Leichte Sachen, welche man hier hineinwirft,kommen 1000 Faden davon in einer der zwo Quellen, welche dieAir unterhalten, oder in dem Fluſſe ſelbſt, wieder hervor. An-dere verlieren ſich in Sand und Erde, beſonders auf den groſſenSandfeldern in Africa, Arabien(s§) und Perſien. Der Ho-

— Ee 3 tomi

(9b) Ovidii Met. XV. Fab. V. VI.

(7), Seneca Quæſt. Not. L. III. c.26. Plinius Hiſt. nat. II. 103. DerJordan ſoll von dem See Phiala imLande bis Paneas unter der

ede gehen, welches, wie die Geſchich-te ſaget, Koͤnig Agrippa durch in den

ee geworfenes Stroh, welches indem Fluſſe wieder herauf gekommen,entdeckt haben ſoll. S. Becman a.

t. und Relandi Palæſtina.

( Die Alten glaubten, daß derAlpheus in Griechenland unter demMeere bis zur Quelle Arethuſa inSieilien fortgehe, ja Plinius verſi-chert, daß dasjenige, was in den Fluß

Ueeehn wird, in der Quelle end-ich hervorkomme. Wie die Poetendies, falls ſie in der Natur dazu el-nige Anleitung gefunden, in ihreDichtungen verwickelt haben, lehretdie Mythologie Strabo bemerkteſchon das ungereimte davon.

O) Varenius a. St.

) Von den Bergen in Arabien,welche ungefaͤhr mit dem Ufer desrothen Meers parallel gehen, ent-ſpringen viele Flüͤſſe, aber keiner rei-chet bis zum Meer hinunter, ſondernverlieren ſich im Sande. S. Mer-veilles Voy. a PArabie.