Dritte Abtheil. Zweites Cap.
tomi verlieret ſich in ſolcher Sandwuͤſte unter 39 Gr. Breite(1).Auf gleicher Art ſoll es auch mit einem Arm von Guadalquivirin Spanien, einem Arm vom Rhein in Holland, u. m. ge-ſchehen.
§. 80.
Der Lauf und die Fahrt des Fluſſes iſt auf viele Weiſe vonder Bewegung des Waſſers in einer ebenen Rinne unterſchie-den(u).
Man findet nicht, daß die Geſchwindigkeit mit der Abhaͤn-gigkeit des Grundes uͤbereinkommt. Die Donau gehet in gra-der Linie gerechnet, von ihrem Anfange bis zum Ausfluſſe wenig-ſtens 250 Meilen. Wenn man nun dieſem Fluſſe, welcher ziem-lich geſchwinde laͤuft, auf 400 Fuß 9 Zoll Fall giebt, ſo muͤſteſein Urſprung 22500 Fuß hoͤher liegen, als das ſchwarze Meer;welches um ſo viel mehr unmoͤglich iſt, als unter allen bekanntenBergen keine ſolche Hoͤhe gefunden wird. Er muß niedriger ſeyn,als die Drau, die Theiſſe, der Pruth, u. m. die in ihm hin-einfallen, und ſein Boden weniger abhaͤngig, als des Po, desRheins und der Rhone, denn er hat ſeinen Urſprung zum Theilvon demſelbigen Berge, ſein Weg iſt laͤnger, und faͤllt endlich in
das
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(t) d'nvilles Chin. Atlas.
() Es ſey ABCH(Fig. 9.) einDurchſchnitt von einer ebenen Rin-ne, welche jeden Augenblick aus ei-nem Waſſerhaͤlter gleich viel Waſſerfuͤhret. HR ſey waagrecht und BEund CD lothrecht darauf geſetzt; ſowird in der Hydraulik bewieſen, daßdie Geſchwindigkeit in einem PunctC mit /CD proportional ſeyn muͤſſe,oder gleich mit der Geſchwindigkeit,welche ein Coͤrper durch den freyenFall von der Höhe CD erhaͤlt. Hier-aus folget 1) daß die Geſchwindig-keiten in ſolcher Rinne zunehmen,wie die ungraden Zahlen 1. z. 5. u.., w. 2) Daß das Waſſer deſto ge-ſchwinder laufe, je naͤher es dem Bo-
den iſt, und zwar nach den Ordina-ten einer Parabel; denn man ver-zeichne auf RB(welche auf HF loth-recht ſtehet), als uͤber einer Axe, dieParabel REE, ſo iſt klar, daß dieGeſchwindigkeiten in C und D ſichverhalten, wie CD:/ BE Z= CR: BR ⸗= CF:BG. 3) Daß die Ober-flaͤche des Waſſers HUC ſich gegen denBoden Aß ſenken muͤſſe. In einerhorizontalen Mumne muß das untereWaſſer durch den Druck des obernflieſſen, und zwar deſto geſchwinder,je naͤher es dem Boden iſt. DerRaum erlaubet nicht, in dieſe Mate-rie, welche eigentlich nicht hieher ge-hoͤret, weiter hinein zu gehen.
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