Band 
I.ter Theil.
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231
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Von Fluͤſſen. 231

an einer lothrechten Kalkſchiferwand 130 Fuß hoch(&); Niaga-ra iſt 170 Fuß hoch, und von einer anſehnlichen Breite, er wirdvon einer vorſchieſſenden Inſul in zween Theile getheilet, welcheaber nachher gleich wieder zuſammen ſtoſſen(¹). Unter alleniſt doch der Fall des Fluſſes Bogocas der groͤſte. Er faͤllt eini-ge Meilen von St. Magdalena in Suͤdamerica 2 bis 300 Fa-den lothrecht herab(2).

Bey groſſen Waſſerfaͤllen ſtehet ein beſtaͤndiger Nebel oftbis an die Wolken, worin ſich Regenbogen zeigen, wenn dieSonne gehoͤrig darauf ſcheinet. Durch die heftige Erſchuͤtterun-gen und Stoͤſſe, welche das Waſſer hier ausſtehet, wird eine an-ſehnliche Menge deſſelben in Geſchwindigkeit aufgeloͤſet und inDuͤnſte verwandelt. Das Geraͤuſch wird oft ſehr weit gehoͤret.

§. 83.

Von dem Gehalt der Fluͤſſe gilt ein groſſer Theil desjenigen,was vorher in dieſer Abſicht von den Quellen geſagt worden.

Sie fuͤhren verſchiedene fremde Materien, die theils aufge-loͤſet und innerlich mit ihnen vereiniget ſind, und die ſie theils ingroͤſſerer oder geringerer Menge nach Beſchaffenheit des Bodensund andern Umſtaͤnden, mit ſich fortſchleppen. Vermoderte Ge-waͤchſe und Thiere, welche darin gefunden werden koͤnnen, ver-miſchen darin auch ihre zerſtreueten Theile.

Einige ſind dienlich, Huͤlſenfruͤchte zu kochen und damit zuwaſchen, indem ſie dasjenige, was darin geleget wird, beſſerdurchdringen oder aufloͤſen. Solche Waſſer ſind gemeiniglichleichter, und widerſtehen der Faͤulniß laͤnger. Andere ſind da-gegen groͤber, ſchwerer, und mit erdichten Theilchen beladen,welche an den Coͤrpern, die ſie umgeben, die Zwiſchenraͤumchen

ver-Fig. Der Fall geſchiehet an einer Schall wird oft eine Meile gehöͤret.Steinwand, welche eme ſehr geringe„) Phil. trans. abr. Vol. VI.

Reigung hat. pag. 2.(*) Kalm a. St, S. 441. Der(2) Beuguer Voy. au Perou. S. 91.