Band 
I.ter Theil.
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248 Dritte Abth. Viertes Cap. Von Seen.

zeit zufrieren(n). Der kleine Lochan Wyn, oder Grunerſee,

iſt das ganze Jahr mit Eis bedeckt. Gleichfalls einer in Stra-glaſh, deſſen Eis nur an dem Rande in den heiſſeſten Sommernaufthauet(0)0. Der Eisſee in Bern u. m. haben dieſelbigeBeſchaffenheit.

Solche beſondere Umſtaͤnde koͤnnen viele Urſachen haben.Gewiſſe Miſchungen, viele Springquellen, Bewegung u. m. hin-dern, daß das Waſſer kein Eis ſetzen kann. Der ſalzige Grundſoll verurſachen, daß einige chineſiſche Fluͤſſe zu warmen Jahrs-zeiten zufrieren. Beſtaͤndige und kuͤhle Schatten machen, daßLochan Wyn nicht aufthauet; umgebende hohe Berggipfel, diemit beſtaͤndigem Schnee uͤberſchuͤttet ſind, erhalten den Eisſeein Bern, u. ſ. w.

§. 93. 1“

Die Tiefe in den Seen iſt ſehr ungleich. Im Wetterſeefindet man an einigen Orten auf 300 Faden keinen Grund; jaim Neß nicht in einer zweymahl ſo groſſen Tiefe; indeſſen iſt esdoch ungereimt, zu glauben, daß dergleichen Stellen grundlosſind.

Von Jemteland und andern Orten berichtet man, daß ei-nige Seen zween Boden haben, wovon der eine gewiſſe Zeitenſich in die Hoͤhe hebet, und die ganze Oberflaͤche bedecket. Ih-re Moͤglichkeit zeigen die flieſſenden Inſuln.

Von der Farbe des Waſſers wird im naͤchſten Capitel ge-handelt.

(n) Mem. de'Acad, a Paris 1712.() Phil. trans. a. St.

Fuͤnftes