Band 
I.ter Theil.
Seite
271
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Vom Weltmeere. 271

bis er eine Fahrt erhaͤlt, die der erſten ganz entgegen geſetzt iſt.Wenn das Meer in der halben Fluth ſtehet, und das Waſſernach Norden gehet, ſo hat er ſeinen Lauf nach Suͤden. Je mehrdann die Fluth anwaͤchſet, deſto mehr beuget ſich zuerſt der fuͤdli-che Theil deſſelben, und ſo nach und nach das uͤbrige gegen Suͤd-weſten, Weſten, Nordweſten, und endlich gegen Norden. Aberwenn das Meer halb gefallen iſt, ſtehet er ein wenig ſtille, undwendet ſich nachher gegen Nordweſten, Weſten, Suͤdweſten, undzuletzt gegen Suͤden. Auf dieſe Weiſe gehet er unaufhoͤrlich die-ſelbe ganze Haͤlfte des Compaſſes innerhalb 12 Stunden durch.Ebbe und Fluth ſind die Urſachen dieſer Veraͤnderungen.Das Meer fluthet in ſechs Stunden, und zwar von Suͤden nachNorden. Die Lofodden theilen dieſe Anhaͤufung des Waſſersin zween Theile, von welchen der weſtliche Theil ſeinen Lauf inder beſtimmten Zeit fortſetzet, aber der oͤſtliche wird gegen dasLand aufgedaͤmmet, wobey das Waſſer in den Weſtfiord anſehn-lich ſteiget. Die Meerengen zwiſchen den Lofodden⸗Inſuln ſindzu enge, alles Waſſer abzufuͤhren, das aufgedaͤmmte Waſſerfaͤllt alſo zuruͤck, und ein Theil flieſſet bey Moskoͤn aus. BeyNoͤſt wird der Ausfluß ſchon ſchwaͤcher, indem die Sammlungſchon einigen Raum gewonnen. Wenn nun die Fluth anfaͤnget,wird der Moskoͤſtrom nicht gehindert, faſt grade nach Suͤdenzu gehen, wenn ſie aber halb aufgeſtiegen iſt, muß das aͤuſſerſteEnde des Stroms gegen Weſten ausweichen, denn gegen Oſtenſtehet ihm das Land entgegen, und auſſerdem iſt daſelbſt das Waſ-ſer hoͤher. Nachher wendet er ſich unter dem Aufſteigen derFluth mehr und mehr, bis er nach Norden, oder mit der Fluthin einer Richtung kommt; ſo laͤuft er nachher, bis die See halbgefallen iſt, indem das aufgedaͤmmte Waſſer nicht ſo bald abge-fuͤhret wird, und indeſſen hoͤher ſteiget, als das Meer, an derweſtlichen Seite der Kofodden. So bald die Fluth aufhoͤret,faͤllt das Waſſer von Norden nach Suͤden. Nun liegen dieLofodden in Suͤd⸗Suͤdweſt, alſo wird das Waſſer gegen ſelbi-ge,