Band 
I.ter Theil.
Seite
272
JPEG-Download
 

272 Dritte Abtheil. Fuͤnftes Cap.

ge, gegen Sennins weſtliches Ufer und den Strom, der nochſeinen Lauf gegen Norden hat, aufgedaͤmmt. So bald es halbeEbbe iſt, und eine groſſe Menge Waſſer ſich in dem Meerbuſenvom Eismeere und andern Orten geſammlet hat, giebt derStrom nach, wendet ſich gegen Nordweſten,(denn gegen Oſtenſtehen ihm die Kofodden im Wege,) darauf nach Weſten, Suͤd-weſten, und zuletzt nach Suͤden. Doch kommt er nicht ehe inſeinem Lauf nach Suͤden, bis das Meer halb geſtiegen iſt, da daserzaͤhlte Verhalten wieder, wie vorher, anfaͤnget(c).

Unter den Feder⸗Inſuln ſind auch drey dergleichen. Einezwiſchen Viderd, Swind und Bordd, welche nicht gefaͤhrlichiſt. Wenn der Wirbel Ueberhand erhaͤlt, ſo ziehet er ein Bootzweymahl in einem Kreiſe nach einer Richtung herum, und ſo zu-ruͤck vier bis fuͤnfmahl.

Gegen Suͤden von Sandd iſt ein anderer, welcher dieMuͤhle genannt wird, die bis zum Mittelpunet in eins weg her-umgehet. Bey Sturm und Fluth iſt er gefaͤhrlich.

Der dritte liegt ſuͤdlich von Suͤderd, und wirbelt um denſo genannten Stumboͤ⸗Moͤnch. Man ſagt, daß er die Schif-fe, welche ihm nahe kommen, in den Grund ziehet, wenn es auchnoch ſo ſtille iſt. Der aͤuſſerſte Umkreis iſt 8o bis 90 Fadentief, in ſelbigem gehet das Waſſer ohne Brauſen; aber weiterhinein iſt er nur 25 bis 35 Faden, da faͤngt die See an zu arbei-ten und ſich zu heben. Zu innerſt iſt die Tiefe nur 8 bis 12 Fa-den, und macht vier Schneckengaͤnge in die Ruͤnde. Der Grundbeſtehet aus kleinen Klippen, deren Gipfel ſich der Waſſerflaͤcheauf 8 Faden naͤhern. Wenn ein Boot auf dieſen Grund kommt,ſoll es ſich ſo ſtark in der Runde herumdrehen, daß der, welcherdaran nicht gewohnt iſt, ſich niederlegen muß, um nicht ſchwin-delicht zu werden; zugleich wird aber das Boot auch in einem

groſſen(c) Man findet aus dieſer Erklaͤ⸗ ſind. Kircher glaubte, daß hier ein

rung, was fuͤr ungegruͤndete Geruͤch⸗ Schlund ſey, der mit dem Bothni-te von dieſem Wirbel ausgeſtreuet ſchen Meerbuſen Gemeinſchaft haͤtte.