Band 
I.ter Theil.
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275
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Vom Weltmeere. 278Unterſuchung in Anſehung ihres Laufes, Groͤſſe, Veraͤnderun-gen, u. dgl.—..Beſtaͤndige Winde erregen glaublich viele unaufhoͤrlicheStromgaͤnge. Sie treiben mehr oder weniger Waſſer vor ſichhin, obgleich die Bewegung nur durch die Wuͤrkung merklich iſt.Dieſes gegen ein gewiſſes Ufer geſammlet, muß demſelben fol-gen, da unterdeſſen das obere mit dem uͤbrigen Meerwaſſer dasGleichgewicht zu erhalten ſucht. Zwiſchen den Maldiviſchenund Indianiſchen Inſuln gehen die Stroͤme allezeit denſelbigenWeg, aber das eine halbe Jahr iſt er demjenigen entgegen, denſie im andern nehmen, nachdem der Wind iſt.

Daß Ebbe und Fluth die meiſten Stroͤme hervorbringen,ſcheinet um ſo weniger zweifelhaft zu ſeyn, da die ſtaͤrkſten wuͤrk-lich an denjenigen Orten angetroffen werden, da dieſe Meeres-veraͤnderungen ſtark ſind, und auch ihren Weg darnach nehmen.Was uͤbrigens das Verhalten derſelben betrifft, ſo iſt es ſehrleicht, daß ihr Weg durch die Unebenheiten der Klippen und desGrundes, ihre Breite durch die Groͤſſe der Thaͤler, und ihre Ge-ſchwindigkeit durch das Uebergewicht des fortſchieſſenden Waſſer-pfeilers beſtimmet wird.

Vieles traͤgt die Lage der Kuͤſten dazu bey. Von denſelbenwerden die Wellen zuruͤckgeworfen, wodurch ein mehr oder weni-niger dauerhafter Strom nach den Umſtaͤnden entſtehen kann.Ausgehende Fluͤſſe, Inſuln, Vorgebuͤrge, Meerbuſen, Meer-engen, und mit einem Worte alle Gegenſtaͤnde, welche einigeallgemeine Bewegung der Oberflaͤche leiden, koͤnnen Stromgaͤn-ge hervorbringen.

§. 103.

Endlich ſoll das Weltmeer, beſonders zwiſchen den Wende-kreiſen, eine beſtaͤndige Farth von Oſten nach Weſten haben,allenthalben, wo nicht maͤchtige Hinderniſſe in den Weg kommen.Hierzu tragen beſonders drey Umſtaͤnde bey. Die taͤgliche Be-wegung des Mondes gehet nach dieſer Richtung, und er ſchleppt

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