Band 
I.ter Theil.
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295 Vierte Abtheil. Zweites Cap.

Endlich muß noch mit wenig Worten des Honigthaues,den die Landwirthe ſo ſehr fuͤrchten, erwaͤhnet werden. Er iſtnicht meteoriſch, oder kommt nicht aus der Luft, denn dann muͤ-ſte ja derſelbe auf den Gipfel eines Baums eben ſo bald fallen,als auf die untern Blaͤtter, welches doch nicht geſchiehet. Woein ſolcher Thau faͤllt, da geſchiehet es nur auf gewiſſe Baͤume,ja auf gewiſſe Blaͤtter und Zweige. Wenn man ſich Muͤhe giebt,die Umſtaͤnde dabey naͤher zu unterſuchen, ſo findet man, daß ernichts anders iſt, als Unflath von Blatlaͤuſen. Selbige ſpritzendurch zwey auf dem Hinterleibe ſtehende Hoͤrner ein ſuͤſſes Waſ-ſer, welches ſich auf die Blaͤtter und Zweige umher anſetzt unddarauf trocknet. Wenn dies Manna nicht von Ameiſen und an-derm Ungeziefer, die es begierig aufſuchen, verzehret wird, ſokann es ſich zuweilen in ſolcher Menge ſammlen, daß es von derFeuchtigkeit aufgeloͤſet, niederflieſſet, und niedrigere Theile derKrone mit einer klebrichten Feuchtigkeit uͤberziehet(i). Zuwei-len kann wohl ein ſchleimigter Thau fallen, aber der muß danngleich vertheilet werden. Duͤnſte, welche in Hopfengaͤrten undandern eingeſchloſſenen Orten den Sonnenſtrahlen ſtark ausgeſetztſind, koͤnnen verbrennen und verderben, welches auch zum Ho-nigthau gerechnet wird(&).

§. 113.

Wenn die Duͤnſte nahe an der Erde ſo dick werden, daß dieLuft dadurch undurchſichtig wird, ſo nennet man ſolches Miſtoder Nebel. Durch das ſtinkende Angreifen der Augen, dieauf dem Waſſer nachgebliebene roͤthliche Haut, die derjenigengleichet, welchen Schmelzkundige beobachten, wenn man Sulphurauratum Antimonii, u. m. aufs Waſſer wirft, enrdeckt man oftſchaͤdliche mit dem waͤſſerichten vermiſchte Theile.

Derber. Beide waren von gleicher Fi⸗ P'Acad. a Paris 1736.gur, gleich groß, und gleich kuͤhl.(0 Prof. Leche Wiſſenſch. Acad.

Aber nichts deſtoweniger ging ½ bis ½ Handl. 1762.mehr durch den erſtern. Mem. de(2) Dr. Hales Veg. Stat. exp. IX.