Band 
I.ter Theil.
Seite
313
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Von Lufterſcheinungen. 313

im Luftkreiſe auf ſelbige Art entſtehen. Es ſey das Auge in OEig. 20.), und von dem himmliſchen Coͤrper, um welchen ſichder Cranz bildet, fallen auf die dazwiſchen liegende Dunſtkugeleine Menge parallele Strahlen. Wenn nun SC ſo auf dieſel-ben faͤllt, daß nach zwo Brechungen die rothen Strahlen nach Okommen, und SK auf die Art, daß die blauen in der Lnie FOfortgehen, ſo ſiehet man bey D roth und bey F blau, und wennman DO und FO um A0O, als eine Are, drehet, ſo entſtehetein farbigter Cranz(u). Vermiſchen ſich die Strahlen, welchevon E und C kommen, ſo kann der Raum dazwiſchen weiß wer-den. Es iſt klar, daß nach der ungleichen Groͤſſe und Hoͤhe derDunſtkugeln die Durchmeſſer und die Farben der Craͤnze veraͤn-dert werden koͤnnen.

Sie koͤnnen auch von den Strahlenbrechungen in runden Ha-gelkoͤrnern hergeleitet werden, die eine durchſichtige Oberflaͤchevon Waſſer oder Eis haben. Wenn de ein ſolches iſt, ſo kannkein Strahl von da nach O kommen, ſondern diejenigen, welcheden undurchſichtigen Kern beruͤhren, werden nach der Linie eiund fh gebrochen, und diejenigen, welche weiter von der Aredurchgehen als Sl, noch ſtaͤrker, denn ſie fahren nach lk aus.Wenn daher OH mit ei parallel gezogen wird, ſo koͤnnen in-nerhalb des Winkels SOH keine Strahlen durch erwaͤhntenHagel gehen und zum Auge kommen. Daher muß der ganzeRaum innerhalb SOH dunkel ausſehen. Auſſer dieſem Win-kel koͤnnen eine Menge Strahlen in der durchſichtigen Rinde desHagels gebrochen ins Auge gelangen, und helle oder farbigteRinge darſtellen. Die Ungleichheit der Durchmeſſer hat nachdieſer Erklaͤrung ihren Grund in dem Verhaͤltniſſe zwiſchen denDurchmeſſern des ganzen Hagelkorns und des dunkeln Kerns.Wenn ſolches wie 1000 zu 12 iſt, ſo wird der Durchmeſſer desCranzes einen Grad groß, aber 120 Grade, wenn es wie 1000

zu(u) Muſchenbrock a. O. g. 1290. u. f.

Bergm. Phyſ. Weltbeſc Rr